Timorsittich

Aprosmictus jonquillaceus

Avilumen-Redaktion ·

Timorsittich
Foto: Christoph Moning · CC BY 4.0

Der Timorsittich ist eine zu den Rotflügelsittichen (Aprosmictus) zählende Papageienart (Psittaciformes), die auf den Kleinen Sundainseln vorkommt.

Der Timorsittich (Aprosmictus jonquillaceus ) ist eine zu den Rotflügelsittichen (Aprosmictus) zählende Papageienart (Psittaciformes), die auf den Kleinen Sundainseln vorkommt.

Merkmale

Beim Timorsittich handelt es sich um einen relativ großen, langschwänzigen Papagei. Er erreicht eine Körpergröße von ca. 35 Zentimetern und ein Gewicht von rund 130 Gramm. Zwischen den Geschlechtern besteht ein leichter Sexualdimorphismus. Bei den Männchen sind Kopf, Bürzel sowie die gesamte Unterseite leuchtend grün gefärbt. Der Rücken, die Flügel und die Schwanzfedern sind überwiegend dunkelgrün. Deutlich hebt sich ein roter Flügelfleck ab, der sowohl im Sitzen als auch im Flug gut sichtbar ist. Meist ist der rote Bereich mit blauen Federn eingefasst. Weibchen haben ein überwiegend mattgrünes Gefieder. Statt des roten besitzen sie einen gelben Flügelfleck. Der Schnabel ist bei beiden Geschlechtern orange rot, die Iris dunkelrot. Beine und Füße sind grau.

Verbreitung, Unterarten und Lebensraum

Der Timorsittich kommt ausschließlich auf den Kleinen Sundainseln vor. Sein Lebensraum sind bergige subtropische ebenso wie trockene Wälder. Die Höhenverbreitung reicht vom Meeresspiegel bis auf 2200 Meter. Es werden zwei Unterarten geführt:

Aprosmictus jonquillaceus jonquillaceus, auf Timor (West- und Osttimor) sowie Roti und Semau. Fehlt auf Atauro und Sawu.

Aprosmictus jonquillaceus wetterensis, auf Wetar.

Lebensweise

Timorsittiche leben meist in kleinen Gruppen. Sie ernähren sich in erster Linie von Samen und Früchten. Details zur Lebensweise mit dem Brutverhalten in der Natur müssen noch erforscht werden. Es gibt jedoch Angaben zum Brutgeschäft in Gefangenschaft. Zunächst gab es jedoch einige Fehlschläge, die darauf zurückzuführen waren, dass die sehr dünnwandigen Eier zerbrachen und die angebotene Nisthilfe unzureichend war. Erst die Modifizierung des künstlichen Nests, ein weicheres Nistmaterial und die Gabe von vitaminreicher Kost an das Weibchen führten schließlich zum Erfolg. Es wurden meist drei Eier gelegt, die dann ungefähr drei Wochen lang vom Weibchen bebrütet wurden. Beide Elterntiere kümmerten sich nach dem Schlüpfen um die Fütterung. Das Männchen fütterte das Weibchen, das dann die Nahrung an die Küken weiterreicht. Die weitere Aufzucht erfolgte nach einigen Tagen durch Handfütterung. Die Jungvögel waren rund acht Wochen nach der Eiablage flügge.

Bestand und Gefährdung

Der Timorsittich ist in seinen Vorkommensgebieten im Rückgang begriffen und wird demzufolge von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „near threatened = potentiell gefährdet“ geführt. Der Rückgang erklärt sich durch die Zerstörung von Lebensräumen durch den Menschen sowie die Entnahme dieser attraktiven Vögel aus der Natur für den Tierhandel.

Text übernommen aus Wikipedia · CC BY-SA 4.0

Gefiederfarben

Taxonomie

Gattung
Aprosmictus

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  • Illustration im Stil Realistisch: Timorsittich (Aprosmictus jonquillaceus)
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Illustrationen nach dem Foto von Christoph Moning (CC BY 4.0), Wikimedia Commons.

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Häufige Fragen

Ist Aprosmictus jonquillaceus (Timorsittich) vom Aussterben bedroht?
Die Rote Liste der IUCN führt Aprosmictus jonquillaceus, im Deutschen Timorsittich genannt, in der Kategorie „Potenziell gefährdet“. „Potenziell gefährdet“ bedeutet, dass die Art noch nicht gefährdet ist, es aber bald sein könnte.
Zu welcher Familie gehört Aprosmictus jonquillaceus (Timorsittich)?
Aprosmictus jonquillaceus (Timorsittich) gehört zur Familie Psittacidae in der Ordnung Psittaciformes.
Welche Farbe hat Aprosmictus jonquillaceus (Timorsittich)?
Das Gefieder von Aprosmictus jonquillaceus (Timorsittich) vereint folgende Farben: Grün und Orange.

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