Grünfischer

Chloroceryle americana

Avilumen-Redaktion ·

Grünfischer
Foto: Charles J. Sharp · CC BY-SA 4.0

Der Grünfischer ist ein amerikanischer Eisvogel aus der gleichnamigen Gattung der Grünfischer (Chloroceryle).

Der Grünfischer (Chloroceryle americana) ist ein amerikanischer Eisvogel aus der gleichnamigen Gattung der Grünfischer (Chloroceryle).

Merkmale

Der 27 g schwere Grünfischer wird 19 cm lang. An der Oberseite grün gefärbt mit weißen Flecken an Schwanz und Flügeln und einen weißen Kragen um den Hals. Das Männchen hat eine weiße Unterseite mit einem breiten kastanien-braunen Brustband und einigen grünen Flecken an den Flanken. Die schmutzig-weiße Unterseite des Weibchens weist zwei grüne Bänder auf, die bis zu den grünen Flecken an den Flanken reichen.

Die auf Trinidad und Tobago vorkommende Unterart C. a. croteta hat einen größeren Schnabel als die Populationen auf dem Festland.

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Grünfischers reicht vom südlichen Texas über Mittel- und Südamerika bis in das zentrale Argentinien. Er lebt in Wäldern entlang von Flüssen.

Verhalten

Der Grünfischer jagt von einem niedrigen Ast aus nach Fischen und aquatisch lebenden Insekten.

Fortpflanzung

In einer bis zu einem Meter langen Bruthöhle legt das Weibchen drei bis vier Eier.

Gefährdung

Die Art gilt aufgrund ihres großen Verbreitungsgebietes als ungefährdet, sie wird von der IUCN als (=least concern – nicht gefährdet) eingestuft.

Unterarten

Bisher sind fünf Unterarten bekannt:

Chloroceryle americana hachisukai (Laubmann, 1941) – Diese Unterart kommt im südlichen zentralen Gebiet der Vereinigten Staaten und dem Nordwesten Mexikos vor.

Chloroceryle americana septentrionalis (Sharpe, 1892) – Diese Unterart ist im südlichen zentralen Texas und dem Osten Mexikos südlich bis ins nördliche Kolumbien und das westliche Venezuela verbreitet.

Chloroceryle americana americana (Gmelin, JF, 1788) – Die Nominatform ist in Südamerika östlich der Anden von Venezuela bis in den Nordosten Boliviens, und dem Norden und Zentralen Brasilien und auf Trinidad und Tobago verbreitet.

Chloroceryle americana mathewsii Laubmann, 1927 – Diese Unterart kommt im Süden Brasiliens, dem Süden Boliviens und dem Norden Argentiniens vor.

Chloroceryle americana cabanisii (Tschudi, 1846) – Diese Subspezies ist von Kolumbien bis Chile westlich der Anden verbreitet.

Chloroceryle americana croteta Wetmore, 1922 und Chloroceryle americana bottomeana Aveledo & Pérez Chinchilla, 1994 werden heute als Synonym zur Nominatform betrachtet, Chloroceryle americana leucosticta Van Rossem & Hachisuka, 1938 ein Synonym zu C. a. hachisukai, Ceryle americana isthmica (Goldman, 1911) und Chloroceryle americana vanrossemi Brodkorb, 1940 ein Synonym zu C. a. septentrionalis, Chloroceryle americana hellmayri Laubmann, 1922 und Chloroceryle americana ecuadorensis Yamashina, 1943 ein Synonym zu C. a. cabanisii. C. a. mathewsii wurde als Ersatzname für Alcedo viridis Vieillot, 1818 eingeführt, da der Name durch Alcedo viridis Meuschen, 1787 bereits belegt war.

Etymologie und Forschungsgeschichte

Die Erstbeschreibung des Grünfischers erfolgte 1817 durch Johann Friedrich Gmelin unter dem wissenschaftlichen Namen Alcedo americana. Als Verbreitungsgebiet gab er Paraguay an, basierend auf Martin pêcheur verde et blanc, de Cayenne von Georges-Louis Leclerc, Comte de Buffon. 1848 führte Johann Jakob Kaup die für die Wissenschaft neue Gattung Chloroceryle für den Grünfischer ein. Dieser Begriff leitet sich χλωρος chlōros, deutsch ‚grün‘ und κηρυλος cērulos, deutsch ‚ein Vogel der von Aristoteles, Hesychios von Alexandria und anderen für einen mystischen Vogel, vermutlich einen Liest bzw. Eisvogel, vergeben wurde‘ ab. Der Artname americana hat seinen Ursprung in lateinisch americanus ‚amerikanisch, von Amerika‘. Hachisukai ist Hachisuka Masauji gewidmet, mathewsii Gregory Macalister Mathews, cabanisii Jean Louis Cabanis, vanrossemi Adriaan Joseph van Rossem, bottomeana Peter Bottome Deery (1937–2016) und hellmayri Carl Eduard Hellmayr. Septemtrionalis leitet sich von lateinisch septemtrionalis, septemtrio ‚nördlich, Norden‘ ab, croteta von κροτητος, κροτεω crotētos, croteō, deutsch ‚klingend, rasselnd, rasseln‘, leucosticta aus λευκος leukos, deutsch ‚weiß‘ und στικτος, στιζω gepunktet, stechen, deutsch ‚weiß‘ und viridis von lateinisch viridis, virere ‚grün, grün sein‘. Ecuadorensis bezieht sich auf Ecuador, isthmica auf den Isthmus von Panama. Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay fünf Bälge, gesammelt von Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973) an der Estancia Estrella im Bergland des Río Apa und in Puerto Casado sowie in in Puerto Sastre im Gran Chaco, zur Verfügung. Im Münchner Museum war ein weiteres Männchen aus der Sammlung von Georg Wieninger (1859–1925) aus Asunción vorhanden. Laubmann führte die Art unter dem Namen Chloroceryle americana mathewsii für das Land. In der Literatur betrachtete er in einem von Richard Otto Rohde (1855–1912) gesammelten Exemplar aus Lambaré, welches durch Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch beschrieben wurde, in einem von Alfredo Borelli (1858–1943) gesammelten und von Tommaso Salvadori beschriebenes Exemplar aus der Colonia von Pedro Risso, im Río Pilcomayo und in Concepción durch John Graham Kerr, in Sapucai durch Charles Chubb, in Zapatero Cué durch Claude Henry Baxter Grant, im Departamento Alto Paraná und am Río Confuso durch Arnaldo de Winkelried Bertoni und am Río Negro durch Elsie Naumburg viele weitere Nachweise für das Land. Louis Pierre Vieillot bezog sich bei seiner Beschreibung auf Martin pescadore del verde obscro von Félix de Azara.

Text übernommen aus Wikipedia · CC BY-SA 4.0

Wo er lebt

Gefiederfarben

Verbreitung

Verbreitungskarte von Chloroceryle americana
Karte von Cephas · CC BY-SA 4.0

Taxonomie

Gattung
Chloroceryle
Schutzstatus
Nicht gefährdet

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Illustrationsgalerie

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  • Illustration im Stil Aquarell: Grünfischer (Chloroceryle americana)
    Aquarell
  • Illustration im Stil Historische Tafel: Grünfischer (Chloroceryle americana)
    Historische Tafel
  • Illustration im Stil Tusche: Grünfischer (Chloroceryle americana)
    Tusche
  • Illustration im Stil Öl: Grünfischer (Chloroceryle americana)
    Öl
  • Illustration im Stil Realistisch: Grünfischer (Chloroceryle americana)
    Realistisch
  • Illustration im Stil Buntstift: Grünfischer (Chloroceryle americana)
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Illustrationen nach dem Foto von Charles J. Sharp (CC BY-SA 4.0), Wikimedia Commons.

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Häufige Fragen

Ist Chloroceryle americana (Grünfischer) vom Aussterben bedroht?
Die Rote Liste der IUCN führt Chloroceryle americana, im Deutschen Grünfischer genannt, in der Kategorie „Nicht gefährdet“. „Nicht gefährdet“ bedeutet, dass derzeit keine Bedrohung besteht.
Wo lebt Chloroceryle americana (Grünfischer)?
Chloroceryle americana (Grünfischer) kommt in folgenden Regionen vor: Brasilien und Südamerika.
Zu welcher Familie gehört Chloroceryle americana (Grünfischer)?
Chloroceryle americana (Grünfischer) gehört zur Familie Alcedinidae in der Ordnung Coraciiformes.
Welche Farbe hat Chloroceryle americana (Grünfischer)?
Das Gefieder von Chloroceryle americana (Grünfischer) vereint folgende Farben: Grün.

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