Kolumbiensmaragdkolibri

Chlorostilbon gibsoni

Avilumen-Redaktion ·

Kolumbiensmaragdkolibri
Foto: Neil Orlando Diaz Martinez from Bogotá D.C., Colombia · CC BY-SA 2.0

Der Kolumbiensmaragdkolibri oder Rotschnabelkolibri, auch Rotschnabel-Smaragdkolibri oder Gibsonsmaragdkolibri genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae). Die Art kommt in Kolumbien und Venezuela vor. Der Bestand wird von der IUCN als nicht gefährdet eingeschätzt.

Der Kolumbiensmaragdkolibri (Chlorostilbon gibsoni) oder Rotschnabelkolibri, auch Rotschnabel-Smaragdkolibri oder Gibsonsmaragdkolibri genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae). Die Art kommt in Kolumbien und Venezuela vor. Der Bestand wird von der IUCN als nicht gefährdet (Least Concern) eingeschätzt.

Merkmale

Der Kolumbiensmaragdkolibri erreicht eine Körperlänge von etwa 7,6 cm, wobei der gerade Schnabel ca. 1,3 cm ausmacht. Der Unterschnabel des Männchens ist überwiegend rot, während der des Weibchens nur an der Basis rot ist. Die Oberseite des Männchens ist dunkel grünbronze gefärbt, während der Oberkopf nur wenig glitzert. Die Kopfseiten und die Unterseite glitzert und die Tönung variiert von Grün bis golden Grün. Der stark gegabelte Schwanz ist stählern blauschwarz. Die Weibchen sind in freier Natur kaum von den Weibchen des Blauschwanz-Smaragdkolibris (Chlorostilbon mellisugus (Linnaeus, 1758)) zu unterscheiden. Die Oberseite der Weibchen glitzert kupferngrün. Die dunklen Ohrdecken werden von einem auffälligen weißen Hinteraugenstich begrenzt. Die Unterseite ist blassgrau. Der rechtwinklige bis leicht gegabelte Schwanz ist stählern blauschwarz mit engen grauweißen Sprenkeln. Die Basis der Schwanzfedern ist grau.

Verhalten

Als „Trapliner“ fliegen sie regelmäßig in rascher Folge ganz bestimmte verstreute Blüten an.

Fortpflanzung

In einer Forschungsarbeit der Universidad Nacional de Colombia im Departamento de Cundinamarca wurde sein Nest als herunterhängender Kelch beschrieben. Im Norden Kolumbiens und im Departamento del Huila hat man ihn von März bis August in Brutstimmung beobachtet.

Verbreitung und Lebensraum

Sie kommen selten aber in manchen Gebieten häufig in trockenen Wäldern, buschigen halboffenen Landschaften sowie Anbaugebieten mit trockenem Gestrüpp vor. In der Trockenzeit zwischen Dezember und April sind sie sehr viel häufiger im Parque Nacional Natural Tayrona anzutreffen. Sie kommen Sinú-Tal in Höhenlagen um 500 Meter und in den trockeneren Gebieten des mittleren und oberen Tals des Río Magdalena sowie den Ostanden von Zulia in Höhenlagen bis zu 2300 Meter vor.

Unterarten

Es sind drei Unterarten bekannt:

Chlorostilbon gibsoni gibsoni (Fraser, 1840) – Die Nominatform kommt im Tal des Oberlaufs des Tals des Río Magdalena in Zentralkolumbien vor.

Chlorostilbon gibsoni chrysogaster (Bourcier, 1843) – Diese Unterart kommt von Cartagena bis Santa Marta im Norden Kolumbiens vor.

Chlorostilbon gibsoni nitens Lawrence, 1861 – Diese Subspezies ist im Nordosten Kolumbiens und dem Nordwesten Venezuelas verbreitet.

Lange wurde der Kolumbiensmaragdkolibri als Unterart des Blauschwanz-Smaragdkolibri betrachtet. Erst Analysen von Frank Garfield Stiles III führten dazu, dass das South American Classification Committee (SACC) die Art abspaltete.

Etymologie und Forschungsgeschichte

Louis Fraser beschrieb den Kolumbiensmaragdkolibri unter dem Namen Trochilus Gibsoni. Für die Beschreibung verwendete er ein Manuskript von George Loddiges. Zum Fundort machte er keine Angaben. Es war John Gould, der 1853 die neue Gattung Chlorostilbon einführte. Erst später wurde der Kolumbiensmaragdkolibri dieser Gattung zugeordnet. »Chlorostilbon« setzt sich aus den griechischen Worten »chlōros χλωρός« für »grün« und »stilbōn στίλβων« für »scheinend« zusammen. Die Griechen gaben dem Merkur den Beinamen Stilbōn was auf das Verb »stilb« für »blinken« zurückzuführen ist. Den Artzusatz »gibsoni« wurde dem britischen Gartenbauer John Gibson (1815–1875) gewidmet. »Nitens, nitentis, nitere« ist lateinischen Ursprungs und bedeutet »glitzernd, schimmernd, schimmern«. »Chrysogaster« ist ein griechisches Wortgebilde aus »chrysos, χρυσος« für »Gold« und »gastēr, gastros γαστηρ, γαστρος« für »Bauch«.

Text übernommen aus Wikipedia · CC BY-SA 4.0

Wo er lebt

Gefiederfarben

Verbreitung

Verbreitungskarte von Chlorostilbon gibsoni
Karte von Cephas · CC BY-SA 3.0

Taxonomie

Gattung
Chlorostilbon
Schutzstatus
Nicht gefährdet

Ruf anhören

Noch keine Aufnahme

Illustrationsgalerie

6 Illustrationen: Chlorostilbon gibsoni (Kolumbiensmaragdkolibri) in verschiedenen Stilen, getreu dem echten Gefieder. Mit Wasserzeichen angezeigt; das Kunstpaket enthält die hochauflösenden Originale, druckfertig.

  • Illustration im Stil Aquarell: Kolumbiensmaragdkolibri (Chlorostilbon gibsoni)
    Aquarell
  • Illustration im Stil Historische Tafel: Kolumbiensmaragdkolibri (Chlorostilbon gibsoni)
    Historische Tafel
  • Illustration im Stil Tusche: Kolumbiensmaragdkolibri (Chlorostilbon gibsoni)
    Tusche
  • Illustration im Stil Öl: Kolumbiensmaragdkolibri (Chlorostilbon gibsoni)
    Öl
  • Illustration im Stil Realistisch: Kolumbiensmaragdkolibri (Chlorostilbon gibsoni)
    Realistisch
  • Illustration im Stil Buntstift: Kolumbiensmaragdkolibri (Chlorostilbon gibsoni)
    Buntstift

Illustrationen nach dem Foto von Neil Orlando Diaz Martinez from Bogotá D.C., Colombia (CC BY-SA 2.0), Wikimedia Commons.

Digitale Editionen

HD-Digitalkunstpaket — Kolumbiensmaragdkolibri

Digitaler Download: 6 hochauflösende Illustrationen des Kolumbiensmaragdkolibri (Chlorostilbon gibsoni), druckfertig. Es handelt sich um eine Datei; es ist kein Tier und kein physisches Produkt enthalten.

1,99 $

KI-Avatar — Kolumbiensmaragdkolibri

Erzeugen Sie einen Avatar, der Ihr Gesicht mit dem Kolumbiensmaragdkolibri (Chlorostilbon gibsoni) verschmilzt. Digitale Lieferung in 8K, ohne Wasserzeichen. Digitales Produkt; es werden keine Tiere verkauft oder vermittelt.

4,99 $

Sofortiger Download. Es werden keine lebenden Vögel verkauft.

Häufige Fragen

Ist Chlorostilbon gibsoni (Kolumbiensmaragdkolibri) vom Aussterben bedroht?
Die Rote Liste der IUCN führt Chlorostilbon gibsoni, im Deutschen Kolumbiensmaragdkolibri genannt, in der Kategorie „Nicht gefährdet“. „Nicht gefährdet“ bedeutet, dass derzeit keine Bedrohung besteht.
Wo lebt Chlorostilbon gibsoni (Kolumbiensmaragdkolibri)?
Chlorostilbon gibsoni (Kolumbiensmaragdkolibri) kommt in folgenden Regionen vor: Südamerika.
Zu welcher Familie gehört Chlorostilbon gibsoni (Kolumbiensmaragdkolibri)?
Chlorostilbon gibsoni (Kolumbiensmaragdkolibri) gehört zur Familie Trochilidae in der Ordnung Apodiformes.
Welche Farbe hat Chlorostilbon gibsoni (Kolumbiensmaragdkolibri)?
Das Gefieder von Chlorostilbon gibsoni (Kolumbiensmaragdkolibri) vereint folgende Farben: Grün.

Mehr aus derselben Familie