Grünstirn-Lanzettschnabel
Doryfera ludovicae
Avilumen-Redaktion ·

Der Grünstirn-Lanzettschnabel ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae). Die Art hat ein großes Verbreitungsgebiet, das sich über die Länder Costa Rica, Panama, Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Peru und Bolivien erstreckt. Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ eingeschätzt.
Der Grünstirn-Lanzettschnabel (Doryfera ludovicae) ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae). Die Art hat ein großes Verbreitungsgebiet, das sich über die Länder Costa Rica, Panama, Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Peru und Bolivien erstreckt. Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ (least concern) eingeschätzt.
Merkmale
Der Grünstirn-Lanzettschnabel erreicht eine Körperlänge von 10,4 cm bei einem Gewicht von 5,7 g. Der gerade, leicht nach oben gebogene Schnabel ist 3,6 cm lang. Das Männchen hat einen grün glitzernden vorderen Oberkopf, der Rest des Oberkopfes ist rötlich kupferfarben. Der Rücken ist schwarzbronzegrün mit einer bläulichen Tönung am Bürzel. Die Unterseite ist rußig grau und nur vage grün gefärbt. Der abgerundete blauschwarze Schwanz ist an den äußeren Ecken nur leicht grau gepunktet. Die Färbung des Weibchens wirkt insgesamt trüber als beim Männchen mit einem bronzegrünen Oberkopf. In beiden Geschlechtern wirkt der Kopf bräunlich, was sich von der Farbe des vorderen Oberkopfs deutlich abhebt.
Verhalten
Oft sitzen Grünstirn-Lanzettschnäbel auf Ästen und richten den Schnabel nach oben. Meist fliegen sie in rascher Folge die Blüten der mittleren Straten nacheinander an, die sie dann regelmäßig immer wieder aufsuchen (Traplining). Gelegentlich führt sie die Futtersuche aber auch in die höheren Baumkronen. Sie bevorzugen dabei Gebüsch mit hängenden Blütenrohren wie Heidekrautgewächse und Misteln, vor denen sie schwirren, ohne sich festzuklammern. In Costa Rica wurde ein äußerst territoriales Verhalten im Kampf um die Nahrungsquellen beobachtet.
Fortpflanzung
Das kelchförmige Nest bauen Grünstirn-Lanzettschnäbel aus Farnschuppen, Moosen und Spinnweben, die sie an Wurzeln oder innerhalb von Moos an Felsvorsprüngen oder dunklen Schluchten bauen.
Lautäußerungen
Bei der Nahrungssuche geben Grünstirn-Lanzettschnäbel zwei bis drei stoßweise piepsige, staccatoartige Laute von sich.
Verbreitung und Lebensraum
Grünstirn-Lanzettschnäbel kommen nur vereinzelt in feuchten, moosigen Bergwäldern vor. In Venezuela findet man sie fast ausschließlich ca. 20 km von Mérida entfernt in Höhenlagen zwischen 1600 und 2200 Metern. In Kolumbien sind sie an allen drei Andenbergketten in Höhen zwischen 900 und 2700 Metern zu finden. Am häufigsten kommen sie im Nationalpark Cueva de los Guácharos vor. In Ecuador findet man sie meist in Höhenlagen zwischen 1100 und 1700 Metern. Hier kommen sie in den Ost- und Westanden vor, allerdings im Westen nur südlich bis in die Provinz Cotopaxi. Lange wurde die Subspezies in Ecuador als Doryfera ludovicae rectirostris betrachtet, bis sie John Todd Zimmer 1950 als Synonym zur Nominatform klassifizierte. In Peru kommt sie in den Ostanden und deren Ausläufern in Höhen zwischen 800 und 2850 Metern vor.
Unterarten
Von der Art sind bisher zwei Unterarten bekannt.
Doryfera ludovicae veraguensis Salvin, 1867 – Diese Unterart kommt in Costa Rica und dem Westen Panamas vor. Der vordere Oberkopf ist deutlich dunkler, der Schnabel etwas länger und die Unterseite deutlich schwärzer als in der Nominatform.
Doryfera ludovicae ludovicae (Bourcier & Mulsant, 1847) – Die Nominatform ist im Osten Panamas, in Kolumbien und dem Westen Venezuelas bis in den Nordwesten Boliviens verbreitet.
Doryfera rectirostris Gould, 1861 und Doryfera ludovicae grisea Carriker Jr, 1935 gelten heute als Synonyme für die Nominatform.
Etymologie und Forschungsgeschichte
Jules Bourcier und Étienne Mulsant beschrieben den Grünstirn-Lanzettschnabel unter dem Namen Trochilus ludovicae. Das Typusexemplar stammte aus der Republik Neugranada. 1847 führte John Gould die Gattung Doryfera für den Grünstirn-Lanzettschnabel und den Blaustirn-Lanzettschnabel (Doryfera johannae (Bourcier, 1847)) ein. Dieser Name leitet sich von den griechischen Wörtern δόρῠ, δόρᾰτος dóry, dóratos für „Speer“ und φέρω phérō für „tragen“ ab. Der Artname ludovicae ist Louise Geoffroy Saint-Hilaire (1809–1855) geb. Blacque-Belair gewidmet. Veraguensis bezieht sich auf die Provinz Veraguas, die Gegend, in der Enrique Arée das Typusexemplar gesammelt hatte. Rectirostris leitet sich von den lateinischen Wörtern rectus, regere für „gerade, gerade richten“ und -rostris, rostum für „-schnäblig, Schnabel“ ab. Grisea stammt vom lateinischen griseum, griseus, grisius für „grau“ ab.
Text übernommen aus Wikipedia · CC BY-SA 4.0
Wo er lebt
Gefiederfarben
Verbreitung

Taxonomie
- Ordnung
- Apodiformes
- Familie
- Trochilidae
- Gattung
- Doryfera
- Schutzstatus
- Nicht gefährdet
Ruf anhören
Noch keine Aufnahme
Illustrationsgalerie
6 Illustrationen: Doryfera ludovicae (Grünstirn-Lanzettschnabel) in verschiedenen Stilen, getreu dem echten Gefieder. Mit Wasserzeichen angezeigt; das Kunstpaket enthält die hochauflösenden Originale, druckfertig.

Aquarell 
Historische Tafel 
Tusche 
Öl 
Realistisch 
Buntstift
Illustrationen nach dem Foto von thibaudaronson (CC BY-SA 4.0), Wikimedia Commons.
Digitale Editionen
HD-Digitalkunstpaket — Grünstirn-Lanzettschnabel
Digitaler Download: 6 hochauflösende Illustrationen des Grünstirn-Lanzettschnabel (Doryfera ludovicae), druckfertig. Es handelt sich um eine Datei; es ist kein Tier und kein physisches Produkt enthalten.
KI-Avatar — Grünstirn-Lanzettschnabel
Erzeugen Sie einen Avatar, der Ihr Gesicht mit dem Grünstirn-Lanzettschnabel (Doryfera ludovicae) verschmilzt. Digitale Lieferung in 8K, ohne Wasserzeichen. Digitales Produkt; es werden keine Tiere verkauft oder vermittelt.
Sofortiger Download. Es werden keine lebenden Vögel verkauft.
Häufige Fragen
- Ist Doryfera ludovicae (Grünstirn-Lanzettschnabel) vom Aussterben bedroht?
- Die Rote Liste der IUCN führt Doryfera ludovicae, im Deutschen Grünstirn-Lanzettschnabel genannt, in der Kategorie „Nicht gefährdet“. „Nicht gefährdet“ bedeutet, dass derzeit keine Bedrohung besteht.
- Wo lebt Doryfera ludovicae (Grünstirn-Lanzettschnabel)?
- Doryfera ludovicae (Grünstirn-Lanzettschnabel) kommt in folgenden Regionen vor: Peru und Südamerika.
- Zu welcher Familie gehört Doryfera ludovicae (Grünstirn-Lanzettschnabel)?
- Doryfera ludovicae (Grünstirn-Lanzettschnabel) gehört zur Familie Trochilidae in der Ordnung Apodiformes.
- Welche Farbe hat Doryfera ludovicae (Grünstirn-Lanzettschnabel)?
- Das Gefieder von Doryfera ludovicae (Grünstirn-Lanzettschnabel) vereint folgende Farben: Grün.
Mehr aus derselben Familie
Smaragdkehlkolibri
Abeillia abeillei
The emerald-chinned hummingbird is a species of hummingbird in the "emeralds", tribe Trochilini of subfamily Trochilinae.
ab 1,99 $
Schwarzohrkolibri
Adelomyia melanogenys
Der Schwarzohrkolibri oder Schwarzohrnymphe ein Vogel aus der Familie der Kolibris (Trochilidae) und die einzige Art der somit monotypischen Gattung Adelomyia. Das Verbreitungsgebiet der Art umfasst die Länder Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Argentinien. Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ eingeschätzt.
ab 1,99 $
Maronenkolibri
Aglaeactis aliciae
Der Maronenkolibri, auch als Purpurrückenkolibri, Purpurflügelkolibri oder Weißbrust-Andenkolibri bezeichnet, ist eine Kolibriart aus der Gattung der Rückstrahlerkolibris. Er ist endemisch im nördlichen Peru. Der Bestand wird von der IUCN als „gefährdet“ (vulnerable) eingeschätzt.
ab 1,99 $
Tropfenbrustkolibri
Aglaeactis castelnaudii
Der Tropfenbrustkolibri, auch Rotbrust-Andenkolibri oder Weißbüschelkolibri, ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae). Die Art ist endemisch in Peru. Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ eingeschätzt.
ab 1,99 $