Gabelschwanzkolibri

Eupetomena macroura

Avilumen-Redaktion ·

Gabelschwanzkolibri
Foto: Dario Sanches from São Paulo, Brazil · CC BY-SA 2.0

Der Gabelschwanzkolibri, Blauer Gabelschwanzkolibri oder Schwalbenkolibri, auch Breitschwingenkolibri oder Schwalbenschwanzkolibri genannt, ist ein in Südamerika beheimateter Vogel aus der Familie der Kolibris (Trochilidae) und die einzige Art der somit monotypischen Gattung Eupetomena.

Der Gabelschwanzkolibri (Eupetomena macroura), Blauer Gabelschwanzkolibri oder Schwalbenkolibri, auch Breitschwingenkolibri oder Schwalbenschwanzkolibri genannt, ist ein in Südamerika beheimateter Vogel aus der Familie der Kolibris (Trochilidae) und die einzige Art der somit monotypischen Gattung Eupetomena.

Merkmale

Gabelschwanzkolibris werden etwa 15 bis 17 cm groß, wobei die Flügel 7,8 cm, der tiefgegabelte Schwanz 90 mm und der Schnabel 21 mm lang sind. Der Kopf, Hals und die Brust sind dunkelviolettblau. Der Rücken, die Unterseite und die Flügeldecken glänzen dunkelgrün. Einige der Oberschwanzdecken sind dunkelweinrot gefärbt, während der Schwanz und die Unterschwanzdecken stahlblau sind. Die Flügel schimmern schwärzlichpurpurn. Schnabel und Füße sind schwarz. Die Weibchen sind etwas matter gefärbt und etwas kleiner. Während die Männchen ca. 8 g wiegen, sind die Weibchen mit ca. 6 g etwas leichter.

Jungvögel haben braune Federsäume an Kopf und Hinterrücken.

Nahrung

Die Nahrung der Tiere besteht aus dem Nektar von Pflanzen sowie aus kleinen Insekten.

Verbreitung und Lebensraum

Sie kommen in offenem lockeren Buschwerk und von Bäumen bewachsenen Campgebieten vor. Außerdem findet man sie in den Cerrados Brasiliens. Er gilt unter Brasilianern als bekannteste Art der Kolibris, da er häufig in Gärten nach Nahrung sucht.

Fortpflanzung

Die napfförmigen Nester bauen sie im Astwerk und in Astgabeln. Sie bestehen hauptsächlich aus verschiedenen Flugsamen und Baumwatte. Die Außenwände sind mit Moos und Flechten verziert, die mit Spinnfäden fest umsponnen sind. Der Bau erfolgt in ca. 1,5 bis 3 Meter Höhe, kann aber auch bis 12 Meter reichen. Die Brutdauer beträgt 16 Tage, wobei der Nachwuchs ca. 25 Tage Nesthocker ist.

Unterarten

Von der Art sind bisher fünf Unterarten bekannt.

Eupetomena macroura macroura (Gmelin, JF, 1788) – Die Nominatform kommt in den the Guyanas, in Norden, Zentralen und Südosten Brasiliens, sowie in Paraguay vor.

Eupetomena macroura simoni Hellmayr, 1929 – Diese Unterart ist im Nordosten Brasiliens verbreitet.

Eupetomena macroura cyanoviridis Grantsau, 1988 – Diese Subspezies ist im Südosten Brasiliens verbreitet.

Eupetomena macroura hirundo Gould, 1875. Diese Unterart kommt im Osten Perus vor.

Eupetomena macroura boliviana Zimmer, JT, 1950 – Diese Subspezies findet man im Nordwesten Boliviens vor.

Etymologie und Forschungsgeschichte

Johann Friedrich Gmelin beschrieb den Kolibri unter dem Namen Trochilus macrourus. Es war John Gould, der ihn in seiner Lieferungen 6 seiner Kolibritafeln 1853 in der neuen Gattung Eupetomena einordnete. Dieser Name ist griechischen Ursprungs und setzt sich aus den Worten »eu ευ« für »fein, gut« und »petomenos, petomai πετομενος, πετομαι« für »fliegend, fliegen« zusammen. Auch das Artepitheton »macroura« ist ein griechisches Gebilde aus »makros μακρος« für »lang« und »-ouros -ουρος« für »-schwänzig«. »Simoni« ist Eugène Simon gewidmet, der als Erster versuchte diese Art in Unterarten aufzuteilen. »Cyanoviridis« ist eine lateinische Wortkombination aus »cyaneus« für »dunkelblau« und »viridis« für »grün«. »Hirundo« ist das lateinische Wort für »Schwalbe«. »Boliviana« steht für das Land »Bolivien«. Lange waren die Sammelexemplare von Emil Weiske (1867–1950) und Berthold Krüger im Departamento Concepción die einzigen bekannten Exponate der Art in Paraguay. So gelang es erst Hans Krieg (1888–1970), Erwin Lindner (1888–1988) und Michael Mathias Kiefer (1902–1980) bei der „1. Gran-Chaco-Expedition“ von 1915 bis 1927 und der „2. Gran-Chaco-Expedition“ von 1931 bis 1933 weitere Nachweise für Paraguay zu erbringen.

Text übernommen aus Wikipedia · CC BY-SA 4.0

Wo er lebt

Gefiederfarben

Verbreitung

Verbreitungskarte von Eupetomena macroura
Karte von Cephas · CC BY-SA 3.0

Taxonomie

Gattung
Eupetomena
Schutzstatus
Nicht gefährdet

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Die Illustrationen im Paket

Gabelschwanzkolibri, Aquarell
Aquarell
Gabelschwanzkolibri, Historische Tafel
Historische Tafel
Gabelschwanzkolibri, Tusche
Tusche
Gabelschwanzkolibri, Öl
Öl
Gabelschwanzkolibri, Realistisch
Realistisch
Gabelschwanzkolibri, Buntstift
Buntstift

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Häufige Fragen

Ist Eupetomena macroura (Gabelschwanzkolibri) vom Aussterben bedroht?
Die Rote Liste der IUCN führt Eupetomena macroura, im Deutschen Gabelschwanzkolibri genannt, in der Kategorie „Nicht gefährdet“. „Nicht gefährdet“ bedeutet, dass derzeit keine Bedrohung besteht.
Wo lebt Eupetomena macroura (Gabelschwanzkolibri)?
Eupetomena macroura (Gabelschwanzkolibri) kommt in folgenden Regionen vor: Brasilien und Südamerika.
Zu welcher Familie gehört Eupetomena macroura (Gabelschwanzkolibri)?
Eupetomena macroura (Gabelschwanzkolibri) gehört zur Familie Trochilidae in der Ordnung Apodiformes.
Welche Farbe hat Eupetomena macroura (Gabelschwanzkolibri)?
Das Gefieder von Eupetomena macroura (Gabelschwanzkolibri) vereint folgende Farben: Grün und Blau.

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