Kupferschattenkolibri

Glaucis aeneus

Avilumen-Redaktion ·

Kupferschattenkolibri
Foto: Greg from Dahlonega Area, Georgia, USA · CC BY 2.0

Der Kupferschattenkolibri oder Erzeremit, gelegentlich auch Zimtbrust-Schattenkolibri genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae), der in Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Kolumbien und Ecuador vorkommt. Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ eingeschätzt. Die Art gilt als monotypisch.

Der Kupferschattenkolibri (Glaucis aeneus, Syn. Glaucis aenea) oder Erzeremit, gelegentlich auch Zimtbrust-Schattenkolibri genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae), der in Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Kolumbien und Ecuador vorkommt. Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ (Least Concern) eingeschätzt. Die Art gilt als monotypisch.

Merkmale

Der Kupferschattenkolibri erreicht eine Körperlänge von etwa 9 bis 10 cm bei einem Gewicht der Männchen von ca. 3,0 bis 6,5 g und der Weibchen von ca. 3,6 g. Er ähnelt sehr dem Rotschwanz-Schattenkolibri (Glaucis hirsutus), ist aber etwas kleiner und hat einen etwas gebogeneren schwarzen Schnabel. Die Unterseite ist eher gelbbraun und weniger weißlich als beim Rotschwanz-Schattenkolibri. Die Oberseite ist bronzefarben bis kupfergrün. Die Kehle und der obere Teil der Brust des Männchens gehen farblich nahtlos in den Bauch über. Die Sägezahn-Säume am Oberschnabel kommen nur beim Männchen vor. Das Weibchen hat etwas kürzere Flügel als das Männchen und einen stärker gebogenen Schnabel ohne die Sägezähnchen. Jungvögel ähneln dem Rotschwanz-Schattenkolibri, haben einen gelbbraunen Überaugenstreif, Oberkopf und Nacken. Die Rückenfedern weisen oft gelbbraune bis weiße Flecken auf. Die Schirmfedern und die meisten Flügeldecken sowie vielleicht etwas deutlicher die Steuerfedern haben ein tieferes weißes Dreieck an der Spitze.

Verhalten und Ernährung

Der Kupferschattenkolibri bezieht seinen Nektar beispielsweise an Helikonien. Auch kleine Gliederfüßer, die er im Schwebeflug aus Spinnweben oder von Blättern und Zweigen einsammelt, gehören zu seiner Nahrung. Diese findet er vor allem in Sekundärvegetation. Gelegentlich jagt er die tierische Beute auch im offenen Flug.

Lautäußerungen

Der Gesang besteht aus einem hellklingenden abnehmenden Takt aus tsii-tsii-tsi-tsitstitsi-Lauten. Unregelmäßig erweitert er diese mit einer Reihe von hochklingenden siii-Tönen. Der Fluggesang besteht aus einem hellklingenden tsiit.

Fortpflanzung

Die Brutsaison in Kolumbien dauert von Mai bis August, in Costa Rica von Januar bis August. Im Nordosten Costa Ricas soll sie sogar von Oktober bis August dauern. Berichte aus Panama sprechen von Nestern im Juni und Juli. Untersuchungen der Gonaden in Kolumbien weisen auf Aktivitäten im März und April hin. Das Nest ist ein kegelförmiger Kelch aus losen Pflanzensträngen, verziert mit Flechten und anderen Pflanzenteilchen. Ein Gelege besteht aus zwei Eiern und wird ca. 17 bis 19 Tage bebrütet. Die Entwicklung der Nestlinge verläuft ähnlich wie beim Rotschwanz-Schattenkolibri.

Verbreitung und Lebensraum

Der Kupferschattenkolibri bevorzugt gestörten Primärwald, dichten oder alten Sekundärwald, Waldränder, Dickicht und Gestrüpp, Sumpfwälder und Gebiete in der Nähe von Flüssen. Wahrscheinlich mag er eher leicht offenes Habitat im Gegensatz zu anderen sympatrischen Eremiten. In Costa Rica kommt er in Höhenlagen bis 750 Meter und in Kolumbien bis 800 Meter vor.

Migration

Der Kupferschattenkolibri ist wahrscheinlich ein Standvogel.

Etymologie und Forschungsgeschichte

Die Erstbeschreibung des Kupferschattenkolibris erfolgte 1868 durch George Newbold Lawrence unter dem wissenschaftlichen Namen Glaucis aeneus. Das Typusexemplar wurde von Auguste Endrés (1838–1874) in Costa Rica gesammelt. 1831 führte Friedrich Boie die neue Gattung Glaucis ein. Dieses Wort stammt vom griechischen Wort γλαυκός glaukós für „blaugrau, glauk, hellgrün“ ab. Der Artname aeneus leitet sich vom lateinischen aes, aeris – aeneus für „Bronze, Kupfer – bronze-, kupferfarben“ ab.

Text übernommen aus Wikipedia · CC BY-SA 4.0

Wo er lebt

Gefiederfarben

Verbreitung

Verbreitungskarte von Glaucis aeneus
Karte von Cephas · CC BY-SA 3.0

Taxonomie

Gattung
Glaucis
Schutzstatus
Nicht gefährdet

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Illustrationsgalerie

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Illustrationen nach dem Foto von Greg from Dahlonega Area, Georgia, USA (CC BY 2.0), Wikimedia Commons.

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Häufige Fragen

Ist Glaucis aeneus (Kupferschattenkolibri) vom Aussterben bedroht?
Die Rote Liste der IUCN führt Glaucis aeneus, im Deutschen Kupferschattenkolibri genannt, in der Kategorie „Nicht gefährdet“. „Nicht gefährdet“ bedeutet, dass derzeit keine Bedrohung besteht.
Wo lebt Glaucis aeneus (Kupferschattenkolibri)?
Glaucis aeneus (Kupferschattenkolibri) kommt in folgenden Regionen vor: Südamerika.
Zu welcher Familie gehört Glaucis aeneus (Kupferschattenkolibri)?
Glaucis aeneus (Kupferschattenkolibri) gehört zur Familie Trochilidae in der Ordnung Apodiformes.
Welche Farbe hat Glaucis aeneus (Kupferschattenkolibri)?
Das Gefieder von Glaucis aeneus (Kupferschattenkolibri) vereint folgende Farben: Grün und Braun.

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