Philippinenpapageichen
Loriculus philippensis
Avilumen-Redaktion ·

Das Philippinenpapageichen, auch als Kulasisi bezeichnet, ist eine Vogelart aus der Familie der Altweltpapageien. Es kommt mit neun Unterarten auf diversen Inseln der Philippinen vor.
Das Philippinenpapageichen (Loriculus philippensis), auch als Kulasisi (Tagalog für „kleiner Papagei“) bezeichnet, ist eine Vogelart aus der Familie der Altweltpapageien. Es kommt mit neun Unterarten auf diversen Inseln der Philippinen vor.
Merkmale
Das Philippinenpapageichen erreicht eine Körperlänge von 14 cm und ein Gewicht von 31–40 g. Das Gefieder ist grün, auf der Unterseite gelblicher. Der Schnabel ist orangerot. Die Stirn bis zur Mitte des Scheitels ist rot und von einer schmalen gelben Linie eingefasst. Im Nacken befindet sich ein goldorangefarbener Fleck. Kehle und obere Brust tragen einen großen roten Fleck. Bürzel und obere Schwanzdecken sind rot, die Seiten des Bürzels hellblau. Die Unterseiten der Flügel und des Schwanzes sind ebenfalls hellblau.
Das Weibchen hat keinen roten Kehlfleck und lediglich einen kleinen roten Fleck auf der Stirn. Um die Schnabelbasis befindet sich ein hellblauer Bereich.
Jungvögel ähneln den Altvögeln, weisen jedoch eine weniger ausgedehnte Rotfärbung auf dem Scheitel auf.
Die Iris ist dunkelgrau. Der Schnabel ist orange bis orangerot. Die Beine sind gelblich hornfarben bis rosaorange.
Systematik
Das Sulu-Fledermauspapageichen (Loriculus bonapartei) wurde in der Vergangenheit als Unterart des Philippinenpapageichens betrachtet. Nachdem der Ornithologe Desmond Allen 2020 in seinem Werk Birds of the Philippines auf die Unterschiede beider Taxa in der Bein- und Schnabelfärbung einging, wurde Loriculus bonapartei 2023 in der IOC World Bird List als eigenständige Art anerkannt. Ausschlaggebend sind insbesondere der leuchtend rote Schnabel (beim Sulu-Fledermauspapageichen schwärzlich bis dunkelrot) sowie die orangefarbenen Beine (statt hellgrauer Beine beim Sulu-Fledermauspapageichen).
Unterarten und ihre Verbreitung
Gegenwärtig werden neun Unterarten des Philippinenpapageichens unterschieden:
Die Nominatform Loriculus philippensis philippensis bewohnt Luzon und benachbarte Inseln (Polillo, Marinduque, Banton und Catanduanes) im nördlichen Teil der Philippinen.
Das Mindoro-Fledermauspapageichen (Loriculus philippensis mindorensis) kommt auf Mindoro vor. Bei dieser Unterart fehlen die gelblichen Farbtöne im Bereich des Scheitels. Der Nackenfleck ist verkleinert oder fehlt vollständig.
Bourns-Fledermauspapageichen (Loriculus philippensis bournsi) ist auf Sibuyan endemisch. Dieses Taxon weist eine reduzierte Rotfärbung auf dem Scheitel und einen kleinen gelben Fleck auf.
Königs-Fledermauspapageichen (Loriculus philippensis regulus, Synonym: Loriculus philippensis panayensis) kommt auf den Inseln Tablas, Romblon, Masbate, Ticao, Panay, Guimaras und Negros vor. Bei dieser Unterart ist der gesamte Hinterkopf goldgelb.
Das Cebu-Fledermauspapageichen (Loriculus philippensis chrysonotus) ist ein ausgestorbener Endemit der Insel Cebu. Bei dieser Untart waren Hinterkopf und oberer Rücken goldgelb; zusätzlich war ein orangefarbener Nackenring vorhanden.
Worcesters Fledermauspapageichen (Loriculus philippensis worcesteri) kommt auf Samar, Biliran, Leyte und Bohol vor. Bei dieser Unterart ist der Scheitel vollständig rot. Der Nacken sind orangegelb und der Mantel ist schwach orangegelb überhaucht.
Das Siquijor-Fledermauspapageichen (Loriculus philippensis siquijorensis) ist eine ausgestorbene Unterart, die auf der Insel Siquijor endemisch war. Hinterkopf und Nacken waren grün. Es wies einen kleineren Kehlfleck auf.
Des Pracht-Fledermauspapageichen (Loriculus philippensis apicalis) bewohnt Mindanao und benachbarte Inseln (mit Ausnahme von Camiguin Sur) im südlichen Teil der Philippinen. Diese Unterart ähnelt der Nominatform, jedoch ist der Mantel goldgelb überhaucht.
Dohertys Fledermauspapageichen (Loriculus philippensis dohertyi) ist auf Basilan endemisch. Diese Unterart ähnelt L. p. apicalis, sie besitzt jedoch einen stärker orange gefärbten Mantel und einen größeren roten Brustfleck.
Verwandte Arten
Das Philippinenpapageichen ist vermutlich eng mit dem Sulu-Fledermauspapageichen und dem erst 2006 erstbeschriebenen Camiguinpapageichen (Loriculus camiguinensis) verwandt, mit denen es häufig als konspezifisch angesehen wurde.
Weder das Sulu-Fledermauspapageichen noch das Camiguinpapageichen wurden jedoch bislang in molekularphylogenetische Untersuchungen einbezogen, sodass die genauen Verwandtschaftsverhältnisse zwischen diesen Arten weiterhin ungeklärt sind.
Lebensraum
Das Philippinenpapageichen bewohnt Wälder, Waldränder, Sekundärwälder, Obstgärten, Kokospalmenhaine, buschreiche Gebiete und Bambusdickichte.
Die Art lebt überwiegend im Tiefland. Oberhalb von 1250 m wird sie deutlich seltener angetroffen, jedoch wurde sie bis in Höhen von etwa 2500 m nachgewiesen.
Nahrungsverhalten
Das Philippinenpapageichen ist vermutlich überwiegend standorttreu. Die Nahrung besteht aus Nektar und Blüten, beispielsweise von Kokospalmen, sowie aus weichen Früchten, etwa von Feigen (Ficus). Zudem bereichern Samen das Nahrungsangebot, insbesondere die von wilden Bananen (Musa).
Das Philippinenpapageichen wird meist einzeln, paarweise oder in kleinen Gruppen beobachtet.
Fortpflanzungsverhalten
Das Gelege von in menschlicher Obhut studierten Vögeln besteht aus drei Eiern, die bei der Unterart Loriculus philippensis worcesteri 18,4–19,0 × 16,2–16,7 mm und bei der Unterart Loriculus philippensis chrysonotus 15,5 × 13,7 mm messen. Die Brutdauer beträgt 20 Tage. Die Nestlingszeit dauert etwa fünf Wochen.
Lautäußerungen
Am häufigsten zu hören ist ein hoher, rasch wiederholter Ruf aus „twick twick twick“-Lauten, der aus einer, zwei oder drei Silben bestehen kann. Besonders beim Verlassen der Sitzwarte kann er sich zu einer langen Folge stakkatoartig vorgetragener Laute entwickeln. Zudem äußert die Art einen schnellen Ruf aus „seep seep“-Tönen.
Gefährdung und Schutz
Die Art wird in der IUCN Red List als „nicht gefährdet“ (least concern) klassifiziert. Sie ist im CITES-Anhang II aufgeführt.
In den meisten Teilen ihres Verbreitungsgebietes ist sie häufig. Selbst die Unterart Loriculus philippensis bournsi wurde an drei Fundorten auf Sibuyan als häufig festgestellt und dort sogar als Schädling in reifenden Obstkulturen beschrieben.
Die Unterart Loriculus philippensis regulus wird aufgrund des weitreichenden Waldverlustes innerhalb ihres gesamten Verbreitungsgebietes als unmittelbar „vom Aussterben bedroht“ (critically endangered) angesehen. Allerdings ist sie aus mehreren Schutzgebieten bekannt, darunter dem Mount Kanlaon Natural Park auf Negros.
Die Unterart Loriculus philippensis mindorensis wird als „potenziell gefährdet“ (near threatened) eingestuft.
Die Unterarten Loriculus philippensis siquijorensis und Loriculus philippensis chrysonotus gelten möglicherweise inzwischen als ausgestorben, da sie seit 1906 beziehungsweise 1997 nicht mehr nachgewiesen wurden. Das Cebu-Fledermauspapageichen hatte zuletzt im Central Cebu Nationalpark überlebt. Dort befindet sich der letzte verbliebene kleine Waldrest der Insel, der trotz seines formellen Schutzstatus weiterhin degradiert wird.
Die Art wird innerhalb der Philippinen in großem Umfang gehandelt. Neben dem Verlust ihres Lebensraums könnten insbesondere die selteneren Unterarten heute oder bereits in der Vergangenheit zusätzlich unter dem Fang für den Tierhandel gelitten haben.
Die Population auf Bohol, die möglicherweise eine bislang unbeschriebene Unterart repräsentiert, wird dort intensiv für den illegalen Tierhandel gefangen und ist offenbar bereits sehr selten.
Text übernommen aus Wikipedia · CC BY-SA 4.0
Wo er lebt
Gefiederfarben
Taxonomie
- Ordnung
- Psittaciformes
- Familie
- Psittaculidae
- Gattung
- Loriculus
- Schutzstatus
- Nicht gefährdet
Ruf anhören
Noch keine Aufnahme
Die Illustrationen im Paket






Vorschau mit Wasserzeichen. Das Paket enthält alle 6 Illustrationen in hoher Auflösung, ohne Wasserzeichen.
Digitale Editionen
HD-Digitalkunstpaket — Philippinenpapageichen
Digitaler Download: 12 hochauflösende Illustrationen des Philippinenpapageichen (Loriculus philippensis), druckfertig. Es handelt sich um eine Datei; es ist kein Tier und kein physisches Produkt enthalten.
KI-Avatar — Philippinenpapageichen
Erzeugen Sie einen Avatar, der Ihr Gesicht mit dem Philippinenpapageichen (Loriculus philippensis) verschmilzt. Digitale Lieferung in 8K, ohne Wasserzeichen. Digitales Produkt; es werden keine Tiere verkauft oder vermittelt.
Sofortiger Download. Es werden keine lebenden Vögel verkauft.
Häufige Fragen
- Ist Loriculus philippensis (Philippinenpapageichen) vom Aussterben bedroht?
- Die Rote Liste der IUCN führt Loriculus philippensis, im Deutschen Philippinenpapageichen genannt, in der Kategorie „Nicht gefährdet“. „Nicht gefährdet“ bedeutet, dass derzeit keine Bedrohung besteht.
- Wo lebt Loriculus philippensis (Philippinenpapageichen)?
- Loriculus philippensis (Philippinenpapageichen) kommt in folgenden Regionen vor: Philippinen.
- Zu welcher Familie gehört Loriculus philippensis (Philippinenpapageichen)?
- Loriculus philippensis (Philippinenpapageichen) gehört zur Familie Psittaculidae in der Ordnung Psittaciformes.
- Welche Farbe hat Loriculus philippensis (Philippinenpapageichen)?
- Das Gefieder von Loriculus philippensis (Philippinenpapageichen) vereint folgende Farben: Grün.
Mehr aus derselben Familie
Grauköpfchen
Agapornis canus
Das Grauköpfchen ist eine Vogelart, die zur Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae), Unterfamilie Psittaculinae, gehört. Es ist eine der Arten der Unzertrennlichen (Agapornis), bei der man auf den ersten Blick zwischen Männchen und Weibchen unterscheiden kann.
ab 1,99 $
Pfirsichköpfchen
Agapornis fischeri
Das Pfirsichköpfchen, auch Fischers Unzertrennlicher, ist eine Art aus der Gattung der Unzertrennlichen. Sein Name geht auf den deutschen Afrikaforscher Gustav Fischer zurück. Gemeinsam mit den anderen Arten dieser Gattung sowie dem Graupapagei, den Langflügelpapageien, dem Halsbandsittich und den auf Madagaskar endemischen Vasapapageien zählt diese Art zu den typischen Papageienarten der Afrotropis.
ab 1,99 $
Erdbeerköpfchen
Agapornis lilianae
Das Erdbeerköpfchen ist eine Vogelart aus der Gattung der Unzertrennlichen. Gemeinsam mit den anderen Arten dieser Gattung sowie dem Graupapagei, den Langflügelpapageien, dem Halsbandsittich und den auf Madagaskar endemischen Vasapapageien zählt diese Art zu den typischen Papageienarten der Afrotropis. Erdbeerköpfchen zählen zu den selteneren Arten unter den Unzertrennlichen.
ab 1,99 $
Agapornis longipes
Agapornis longipes
Agapornis longipes ist eine Vogelart aus der Familie Psittaculidae in der Ordnung Psittaciformes.
ab 1,99 $