Maskensittich

Prosopeia personata

Avilumen-Redaktion ·

Maskensittich
Foto: Charles J. Sharp · CC BY-SA 4.0

Der Maskensittich, , ist eine Papageienart aus der Familie der Altweltpapageien (Psittaculidae). Er kommt endemisch nur auf der Hauptinsel Viti Levu in Fidschi vor. Eine möglicherweise erloschene Population wurde für die nahegelegene Insel Ovalau aufgezeichnet.

Der Maskensittich (Prosopeia personata), (Syn.: Pyrrhulopsis personatus, Coracopsis personata), ist eine Papageienart aus der Familie der Altweltpapageien (Psittaculidae). Er kommt endemisch nur auf der Hauptinsel Viti Levu in Fidschi vor. Eine möglicherweise erloschene Population wurde für die nahegelegene Insel Ovalau aufgezeichnet.

Beschreibung

Der Maskensittich wird 47 cm groß und ist ein auffälliger, großer und hellgrüner Papagei mit einer schwarzen Stirn und einem schwarzen Bereich um die Augen bis zum Kinn. Die Iris ist rötlich. Seine Brust und Bauch sind unregelmäßig gelb und im Bereich der Kloake rötlich gefärbt. Die Federn der Handschwingen sind am äußeren Rand tiefblau, die Schwanzunterseite bräunlich-schwarz und die Schwanzoberseite grün gefärbt. Der kräftige Schnabel ist anthrazitfarben oder schwarz gefärbt. Das Weibchen hat einen kleineren und die Jungvögel haben einen helleren Schnabel. Bei Untersuchungen von adulten Maskensittichen konnten Lebendgewichte in einer Bandbreite von 40 g bis 164 g ermittelt werden.

Auf Fidschi sind keine ähnlichen Vogelarten bekannt. Die beiden von der Körpergröße etwa gleichgroßen Rotglanz-Sittiche (Prosopeia splendens) und Rotschenkelloris (Charmosyna amabilis) unterscheiden sich deutlich durch ihre unterschiedliche Gefiederfärbung.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet beschränkt sich auf die Hauptinsel Viti Levu der Fidschi-Gruppe. Untersuchungen der Wildlife Conservation Society (WCS) und BirdLife Fiji im Zeitraum von 2002 bis 2005 haben gezeigt, dass die Populationsdichte höher war als bisher angenommen. Die Hochrechnung dieser Bestände, welche mit verschiedenen Fehlern und Verzerrungen behaftet war und den gesamten Waldbestand auf Viti Levu in Naturwald, Mahagoni- und Kieferplantagen in unterschiedlichen Höhenlagen unterteilte, ergab eine Gesamtpopulation von etwa 88000 Individuen. Dies entsprach ungefähr 40000 bis 70000 fortpflanzungsfähigen Maskensittichen. Für das Jahr 2007 wurde die Brutpopulation auf circa 50000 Paare geschätzt. Im Jahr 2023 wurde eine Populationsgröße im Bereich von 40000 bis 100000 fortpflanzungsfähigen Individuen veröffentlicht.

Lebensraum

Der Maskensittich besiedelt natürlich vorkommende Wälder und durch Aufforstung entstandenen Sekundärwald in Höhenlagen von Meereshöhe bis 1.200 m. Daneben wurden Ersatzhabitate in Sumpfwald, auf durch Holzeinschlag entstandenen Lichtungen, in Igapó-Wald und Várzea besiedelt. Der größte Teil dieser erhaltenen Waldgebiete befindet sich im gebirgigen Landesinneren von Fidschi. Er besiedelt daneben häufig Mangrovengebiete, Ackerland und Gärten, welche mit Obstbäumen bestockt sind. Der Maskensittich kommt in mehreren Schutzgebieten in Fidschi vor, darunter im Tomaniivi-Naturreservat, im Nationalpark Koroyanitu, im Colo-i-Suva Waldpark und im Garrick Gedenkpark.

Lebensweise

Die Nahrung des Maskensittichs besteht hauptsächlich aus Früchten, Blüten, Insekten, Samen und verschiedenen Beeren. Kulturfrüchte wie wilde Feigen, Inocarpus fagifer, Guaven, Mangos, Bananenblüten, Raupen und reifes Getreide werden gefressen. Im natürlichen Lebensraum erreicht der Maskensittich ein durchschnittliches Lebensalter von circa 5 Jahren. Bei einzelnen Maskensittichen wurde ein Alter von bis zu 12 Jahren aufgezeichnet.

Fortpflanzung

Der Maskensittich erreicht seine Geschlechtsreife ungefähr im zweiten Lebensjahr. Die Brutareale beschränken sich auf Altwälder mit vorhandenen Baumhöhlen oder Spalten von großen Waldbäumen und Baumstümpfen, in denen die Nester gebaut werden. Die Brutsaison dauert jährlich von Juli bis September. Das Gelege besteht aus zwei Eiern und das Weibchen brütet alleine. Von den Inselbewohnern wurden vereinzelt drei bis vier Jungvögel in Nestern von Familiengruppen gemeldet. Der Maskensittich ist eine sesshafte Papageienart.

Stimme

Sein Gesang ist typisch für Papageien. Es sind verschiedene kurze, scharfe Töne mit nasalen oder kratzender Laute wie „erh“ und „grrraah“ bekannt.

Gefährdung

Von der Weltnaturschutzunion IUCN wird der Maskensittich in der Roten Liste gefährdeter Arten geführt. Er hat ein begrenztes Verbreitungsgebiet, das von fortschreitendem Waldverlust und Walddegradierung betroffen ist und wird als potenziell gefährdet (Near Threatened) eingestuft. Der Populationstrend wurde mit abnehmend veröffentlicht.

Eine besondere Gefährdung resultiert aus der Waldfragmentierung und der Fällung großer Bäume, die dem Maskensittich als Nistplätze dienen. In den letzten Jahrzehnten wurde der natürlich vorkommende Wald in Mahagoni- und Kieferplantagen umgewandelt. Dies führte zu einem erheblichen Lebensraumverlust für den Maskensittich und andere Vogelarten. Die Umwandlung in industriell genutzte Plantagen ist weitgehend abgeschlossen und der Waldverlust stabilisiert sich auf einem niedrigen Niveau. Es bestehen weiterhin Bedenken über die Auswirkungen der Lebensraumfragmentierung und durch die in geringem Umfang anhaltende Waldrodung in den bestehenden Waldgebieten. Weitere Bedrohungen sind die Jagd und der Fang von Landtieren durch Fallen.

Schutzmaßnahmen wurden für die bekannten Vorkommen in den vier Schutzgebieten in Fidschi realisiert. In Fidschi bestehen Gesetze und Verordnungen zum Fang wildlebender Papageien, welche Schutzmaßnahmen festlegen. Diese wurden jedoch als unzureichend und nicht durchsetzbar durch verschiedene Umweltschutzorganisationen klassifiziert. Daneben wurde der Maskensittich im Anhang II des Cites aufgenommen. Hierdurch soll ein kommerzieller, internationaler Handel erst nach einer Unbedenklichkeitsprüfung des Ausfuhrstaates möglich sein. Der Ausfuhrstaat ist verpflichtet nachzuweisen, dass der Handel den Fortbestand der jeweiligen Tierart nicht gefährdet.

Text übernommen aus Wikipedia · CC BY-SA 4.0

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Prosopeia

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  • Illustration im Stil Aquarell: Maskensittich (Prosopeia personata)
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Illustrationen nach dem Foto von Charles J. Sharp (CC BY-SA 4.0), Wikimedia Commons.

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Häufige Fragen

Ist Prosopeia personata (Maskensittich) vom Aussterben bedroht?
Die Rote Liste der IUCN führt Prosopeia personata, im Deutschen Maskensittich genannt, in der Kategorie „Potenziell gefährdet“. „Potenziell gefährdet“ bedeutet, dass die Art noch nicht gefährdet ist, es aber bald sein könnte.
Wo lebt Prosopeia personata (Maskensittich)?
Prosopeia personata (Maskensittich) kommt in folgenden Regionen vor: Fidschi.
Zu welcher Familie gehört Prosopeia personata (Maskensittich)?
Prosopeia personata (Maskensittich) gehört zur Familie Psittacidae in der Ordnung Psittaciformes.
Welche Farbe hat Prosopeia personata (Maskensittich)?
Das Gefieder von Prosopeia personata (Maskensittich) vereint folgende Farben: Grün und Gelb.

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