Fidschisittich
Prosopeia splendens
Avilumen-Redaktion ·

Der Fidschisittich, veraltet auch Rotglanz-Sittich, ist eine endemische Vogelart, welche nur auf Kadavu und der vorgelagerten, kleinen Insel Ono in Fidschi vorkommt. Er ist ein Papagei aus der Familie der Altweltpapageien (Psittaculidae).
Der Fidschisittich (Prosopeia splendens), veraltet auch Rotglanz-Sittich, ist eine endemische Vogelart, welche nur auf Kadavu und der vorgelagerten, kleinen Insel Ono in Fidschi vorkommt. Er ist ein Papagei aus der Familie der Altweltpapageien (Psittaculidae).
Merkmale
Fidschisittiche sind große, farbenprächtige Papageien mit einem bunten Gefieder. Der Kopf und die Unterseite sind rot. Die Iris ist bräunlich-orangefarben. Die Oberseite ist vom Rücken über die Flügel leuchtend grün gefärbt. Der Nacken ist leuchtend blau und der Schwanz ist blau mit teilweise leuchtend grünen und blauen Federn gefärbt. Die Schwanzunterseite ist einfarbig anthrazitfarben gefärbt. Der Fidschisittich erreicht eine Gesamtlänge von 43 cm bis 45 cm. Das Gewicht der untersuchten Fidschisittiche lag in einer Bandbreite von 232 g bis 243 g.
Eine Verwechselung des Fidschisittichs mit einer anderen Vogelart ist nur mit dem Maskensittich (Prosopeia personata) möglich. Als Unterscheidungsmerkmale für den Fidschisittich dienen der leuchtend rote Bauch und Kopf, sowie das mattere bräunlich-orange Auge.
Verbreitung
Der Fidschisittich kommt nur auf der Insel Kadavu und der kleinen Nachbarinsel Ono vor. Er besiedelt die meisten, vorwiegend mit großen Bäumen bestockten Lebensräume. Berichte über Bruten auf anderen Inseln müssen noch bestätigt werden und stammen wahrscheinlich von entflohenen Ziervögeln. Die Gesamtpopulation des Fidschisittichs wurde nicht quantifiziert. Der Fidschisittich wird für Kadavu als weit verbreitet und häufig von BirdLife International beschrieben. Geschätzt wurde eine Gesamtpopulation zwischen 3000 und 5000 adulten Individuen.
Lebensraum
Er besiedelt Wälder, Mangrovengebiete, Sekundärvegetation, Igapó-Wald, Várzea und landwirtschaftlich genutzte Plantagen, welche meist aus Obstbäumen oder in der Nähe von Obstbäumen liegen. Es werden Höhenlagen von Meereshöhe bis 800 m besiedelt. Im natürlichen Lebensraum erreicht der Fidschisittich ein durchschnittliches Lebensalter von fünf Jahren. Bei einzelnen Individuen wurde ein Alter von bis zu zwanzig Jahren aufgezeichnet.
Lebensweise
Der Fidschisittich ist in seinem Lebensraum auf Bäume und höhere Sträucher angewiesen. Dort sucht er nach Nahrung und führt seine Brut durch. Er ernährt sich hauptsächlich von Nektar, Früchten und Beeren.
Fortpflanzung
Fidschisittiche erreichen ihre Geschlechtsreife ungefähr kurz vor dem Ende des zweiten Lebensjahres. Das Nest wird in Bäumen errichtet. Das Gelege besteht meistens aus drei Eiern und nur das Weibchen brütet. Es wird jährlich eine Brut durchgeführt.
Gesang
Sein Gesang ist typisch für Papageien. Es sind verschiedene kurze, scharfe Töne mit nasalen oder kratzender Laute wie „erh“ und „grrraah“ bekannt.
Gefährdung
Der Fidschisittich hat ein begrenztes Verbreitungsgebiet auf den beiden Inseln Kadavu und Ono. Er wird von der Weltnaturschutzunion IUCN in der Roten Liste gefährdeter Arten geführt und mit dem Status als potenziell gefährdete Vogelart (Near Threatened) eingestuft. Der Populationstrend wurde nicht veröffentlicht, da aufgrund des abgelegenen Vorkommens ein Bewertung nicht durchgeführt wurde.
Fidschisittiche werden in geringer Anzahl gefangen und von den Inselbewohnern als Geschenk mitgenommen, wenn sie in die Hauptstadt Suva zurückkehren. Daneben besteht in geringem Umfang ein illegaler Handel mit dem Ausland. In Fidschi bestehen Gesetze und Verordnungen zum Fang wildlebender Papageien, welche Schutzmaßnahmen festlegen. Diese Schutzmaßnahmen wurden als unzureichend und nicht durchsetzbar durch verschiedene Umweltschutzorganisationen klassifiziert.
Daneben wurde der Fidschisittich im Anhang II des Cites aufgenommen. Hierdurch soll ein kommerzieller, internationaler Handel erst nach einer Unbedenklichkeitsprüfung des Ausfuhrstaates möglich sein. Der Ausfuhrstaat ist verpflichtet nachzuweisen, dass der Handel den Fortbestand der jeweiligen Tierart nicht gefährdet. Es wurde vorgeschlagen die Populationsdichten in verschiedenen Lebensräumen zu ermitteln, die Brutbedingungen und den Bruterfolg zu erforschen und die Transporte der gefangenen Fidschisittiche nach Suva sollten überwacht werden.
Von der lokalen Bevölkerung wurde, durch vier Gemeinden, ein 1.535 ha großes Waldgebiet als Schutzgebiet für den Fidschisittich ausgewiesen. In diesem Schutzgebiet betreuen und überwachen Freiwillige auf eigene Initiative die Vogelpopulationen und den Zustand des Lebensraums. Verschiedene Maßnahmen und die Aufklärungskampagnen für die Inselbewohner, zum Schutz vor Bränden, haben den Zustand der Waldgebiete verbessert.
Text übernommen aus Wikipedia · CC BY-SA 4.0
Taxonomie
- Ordnung
- Psittaciformes
- Familie
- Psittacidae
- Gattung
- Prosopeia
- Schutzstatus
- Potenziell gefährdet
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Häufige Fragen
- Ist Prosopeia splendens (Fidschisittich) vom Aussterben bedroht?
- Die Rote Liste der IUCN führt Prosopeia splendens, im Deutschen Fidschisittich genannt, in der Kategorie „Potenziell gefährdet“. „Potenziell gefährdet“ bedeutet, dass die Art noch nicht gefährdet ist, es aber bald sein könnte.
- Wo lebt Prosopeia splendens (Fidschisittich)?
- Prosopeia splendens (Fidschisittich) kommt in folgenden Regionen vor: Fidschi.
- Zu welcher Familie gehört Prosopeia splendens (Fidschisittich)?
- Prosopeia splendens (Fidschisittich) gehört zur Familie Psittacidae in der Ordnung Psittaciformes.
- Welche Farbe hat Prosopeia splendens (Fidschisittich)?
- Das Gefieder von Prosopeia splendens (Fidschisittich) vereint folgende Farben: Rot und Grün.
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