Halsbandarassari

Pteroglossus torquatus

Halsbandarassari
Foto: Andy Morffew from Itchen Abbas, Hampshire, UK · CC BY 2.0

Der Halsbandarassari ist ein in Mittelamerika beheimateter Spechtvogel aus der Familie der Tukane. Er gehört der Gattung der Schwarzarassaris an und wurde erstmals 1788 von Johann Friedrich Gmelin beschrieben. Er gehört zu den wenigen Tukanarten, die im Freiland über einen längeren Zeitraum beobachtet wurden.

Der Halsbandarassari (Pteroglossus torquatus) ist ein in Mittelamerika beheimateter Spechtvogel aus der Familie der Tukane. Er gehört der Gattung der Schwarzarassaris an und wurde erstmals 1788 von Johann Friedrich Gmelin beschrieben. Er gehört zu den wenigen Tukanarten, die im Freiland über einen längeren Zeitraum beobachtet wurden.

Merkmale

Halsbandarassaris werden etwa 41 Zentimeter groß und erreichen ein Gewicht von 230 Gramm. Ihr Gefieder ist an Kopf, Flügeln und Rücken überwiegend schwarz, zwischen den Flügelenden befindet sich ein roter Fleck von unterschiedlicher Ausdehnung. Die Bauchseite ist dagegen größtenteils gelblich, kennzeichnend ist hier ein breites, schwarz-rotes Band: die Beine sind grün. Der Unterschnabel ist meistens schwarz, der Oberschnabel dagegen in der Regel größtenteils gelb, mit einigen schwarzen Zacken. Die Eier der Tiere sind weiß. Der Ruf des Vogels wird als dünn und hoch beschrieben.

Die Stimme des Halsbandarassaris erinnert an ein helles „Niesen“ und wird lautmalerisch mit ksíyik oder pítsek umschrieben. Aggressiv erregte Halsbandarassaris geben auch einen grahhrr-Laut von sich.

Verbreitung und Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet der Halsbandarassaris reicht vom Osten Mexikos über Panama bis in den Norden von Kolumbien und den Nordwesten von Venezuela. Dort sind sie in waldigem Flachland und feuchten Regenwäldern zu finden, im Gegensatz zu vielen anderen Tukanarten allerdings normalerweise nicht in Regionen über 1500 Metern über dem Meeresspiegel.

Nach Angaben der IUCN ist der Bestand derzeit nicht gefährdet.

Verhalten

Der Halsbandarassari tritt oft in kleinen Gruppen auf. Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Früchten, Insekten, Vogeleiern und Eidechsen. Sie übernachten in alten Spechthöhlen oder natürlich entstandenen Baumhöhlungen. Freilandbeobachtungen lassen darauf schließen, dass sie während der Übernachtung häufig in Familiengruppen verbleiben und dass ihnen in ihrem Territorium mehrere Übernachtungshöhlen zur Verfügung stehen.

Als Nistplatz nutzt der Vogel Baumhöhlen, aus denen er gelegentlich bereits dort brütenden König- und Linienspechten abspenstig macht. Häufig handelt es sich aber auch um eine der Übernachtungshöhlen. Sowohl Männchen wie Weibchen beteiligen sich an der Brut, die etwa 16 Tage dauert. Für gewöhnlich werden 2–4 weiße Eier bebrütet. Die Küken sind nach ungefähr 6 Wochen (Nestlingszeit: 45 Tage) flügge, werden allerdings noch einige Wochen nach Verlassen des Nests gefüttert. Neben den Eltern beteiligen sich auch andere Artgenossen an der Fütterung der Küken. Dabei handelt es sich vermutlich um noch nicht geschlechtsreife Jungvögel, die von den Elternvögeln abstammen. Neben Halsbandarassaris zeigen auch andere Arten der Gattung Pteroglossus, z. B. der Grünarassari, ein solches kooperatives Brutsystem mit Geschwisterfütterung. Halsbandarassaris gelten als monogam.

Haltung

Halsbandarassaris wurden früher häufiger in Zoologischen Gärten und Vogelparks sowie auch in Privathand gehalten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es Halsbandarassis allerdings nur noch in drei europäischen Zoos. In den 1980er Jahren gehörte unter anderem die Wilhelma in Stuttgart zu den Zoologischen Gärten, die erfolgreich Halsbandarassaris züchtete.

Text übernommen aus Wikipedia · CC BY-SA 4.0

Wo er lebt

Gefiederfarben

Taxonomie

Ordnung
Piciformes
Gattung
Pteroglossus
Schutzstatus
Nicht gefährdet

Ruf anhören

Noch keine Aufnahme

Die Illustrationen im Paket

Halsbandarassari, Aquarell
Aquarell
Halsbandarassari, Historische Tafel
Historische Tafel
Halsbandarassari, Tusche
Tusche
Halsbandarassari, Öl
Öl
Halsbandarassari, Realistisch
Realistisch
Halsbandarassari, Buntstift
Buntstift

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Häufige Fragen

Ist Pteroglossus torquatus (Halsbandarassari) vom Aussterben bedroht?
Die Rote Liste der IUCN führt Pteroglossus torquatus, im Deutschen Halsbandarassari genannt, in der Kategorie „Nicht gefährdet“. „Nicht gefährdet“ bedeutet, dass derzeit keine Bedrohung besteht.
Wo lebt Pteroglossus torquatus (Halsbandarassari)?
Pteroglossus torquatus (Halsbandarassari) kommt in folgenden Regionen vor: Südamerika.
Zu welcher Familie gehört Pteroglossus torquatus (Halsbandarassari)?
Pteroglossus torquatus (Halsbandarassari) gehört zur Familie Ramphastidae in der Ordnung Piciformes.
Welche Farbe hat Pteroglossus torquatus (Halsbandarassari)?
Das Gefieder von Pteroglossus torquatus (Halsbandarassari) vereint folgende Farben: Schwarz, Gelb und Rot.

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