Purpurastrild
Pyrenestes ostrinus
Avilumen-Redaktion ·

Der Purpurastrild, auch Purpurweber oder Schwarzbauch-Purpurweber genannt, ist eine Art aus der Familie der Prachtfinken. Es werden keine Unterarten für diese Art beschrieben, obwohl sich die einzelnen Populationen des Purpurastrilds erheblich in ihrer Schnabelgröße unterscheiden.
Der Purpurastrild (Pyrenestes ostrinus), auch Purpurweber oder Schwarzbauch-Purpurweber genannt, ist eine Art aus der Familie der Prachtfinken. Es werden keine Unterarten für diese Art beschrieben, obwohl sich die einzelnen Populationen des Purpurastrilds erheblich in ihrer Schnabelgröße unterscheiden. Experimentelle Kreuzungsversuche haben jedoch gezeigt, dass der Polymorphismus in der Schnabelgestalt auf einem einzigen Genlocus liegt und das Allel für Großschnäbeligkeit dominant vererbt wird. Groß- und kleinschnäbelige Morphen leben mosaikartig nebeneinander, so dass sie taxonomisch nicht als Unterarten unterschieden werden können. Von einigen Autoren werden jedoch der Karmesinastrild und der Kleine Purpurastrild als Unterart des Purpurastrilds beschrieben.
Beschreibung
Der Purpurastrild erreicht eine Körperlänge von zwölf bis vierzehn Zentimeter. Die Männchen sind an Kopf, Hals, Brust und Oberschwanzdecken scharlachrot. Das restliche Gefieder ist schwarz, an einzelnen Körperstellen etwas rot überhaucht.
Beim Weibchen sind Stirn, Scheitel und Kopfseiten bis zu den Ohrdecken sowie die Kehle und die Oberschwanzdecken rot. Das übrige Federkleid ist erdbraun, wobei einzelne Individuen an der oberen Brust häufig rote Federspitzen aufweisen und auch an den Körperseiten gelegentlich etwas Rot zeigen.
Verbreitung und Lebensweise
Das Verbreitungsgebiet des Purpurastrilds ist West- und Zentralafrika. Er besiedelt Gras und Buschwerk dicht überwachsener Lichtungen und präferiert dabei sumpfige Stellen. In der Savanne besiedelt er Sümpfe, die mit Seggen bewachsen und mit dichtem Buschwerk umgeben sind. Er kommt außerdem in Waldresten sowie in Galeriewäldern vor. Er besiedelt auch Kulturland aller Art und kommt in der Baumheide bis in Höhenlagen von 2.000 Höhenmetern vor.
In Abhängigkeit von der Schnabelgröße fressen Purpurastrilde unterschiedliche Samen. Großschnäbelige Arten fressen vor allem harte Samen von Seggenarten. Kleinschnäbelige Formen fressen weichere Schalen und Grassamen. Unabhängig von der Schnabelgröße werden Beeren und Laub gefressen.
Das Gelege besteht aus drei bis fünf Eiern, die von beiden Geschlechtern bebrütet werden. Dabei brüten die Weibchen vorwiegend nachts und die Männchen tagsüber. Die Brutverluste sind sehr hoch. Von 60 beobachteten Nestern in Kamerun betrug die Ausflugrate der Jungvögel nur 15 Prozent. Verluste waren vor allem auf Prädation zurückzuführen. Zu den Prädatoren zählen Spornkuckucke, Schlangen und Treiberameisen.
Haltung
Purpurastrilde wurden 1935 erstmals vom Londoner Zoo gezeigt. 1971 wurden sie in größerer Anzahl von einer Kölner Vogelhandlung aus Liberia importiert, allerdings zählen Purpurastrilde nach wie vor zu den Seltenheiten im Handel. Sie werden nur gelegentlich und dann in sehr geringer Individuenzahl importiert. Die Nachzucht ist bislang nur wenige Male gelungen. Die Welterstzucht gelang vermutlich 1986 im Riverbanks Zoo in South Carolina. Ähnlich wie die Karmesinastrilde neigen Purpurastrilde zu einem starken Wachstum der Krallen. Volieren die vertikale Strukturen durch Schilf, Bambus- und Papyrusstauden aufweisen, helfen, die natürliche Abnutzung der Krallen zu fördern.
Weblink
Pyrenestes ostrinus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: BirdLife International, 2012. Abgerufen am 5. Februar 2014.
Text übernommen aus Wikipedia · CC BY-SA 4.0
Taxonomie
- Ordnung
- Passeriformes
- Familie
- Estrildidae
- Gattung
- Pyrenestes
- Schutzstatus
- Nicht gefährdet
Ruf anhören
Noch keine Aufnahme
Haltungsratgeber
Kanarienvögel und Finken: Ratgeber zu Haltung, Futter und Zucht
Haltung von Kanarienvögeln, Zebrafinken, Gouldamadinen und anderen Finken: Ernährung, Flugkäfig, Gesundheit, Gesang und Zucht – alles im Überblick.
Ratgeber lesen →Illustrationsgalerie
6 Illustrationen: Pyrenestes ostrinus (Purpurastrild) in verschiedenen Stilen, getreu dem echten Gefieder. Mit Wasserzeichen angezeigt; das Kunstpaket enthält die hochauflösenden Originale, druckfertig.

Aquarell 
Historische Tafel 
Tusche 
Öl 
Realistisch 
Buntstift
Illustrationen nach dem Foto von Francesco Veronesi from Italy (CC BY-SA 2.0), Wikimedia Commons.
Digitale Editionen
HD-Digitalkunstpaket — Purpurastrild
Digitaler Download: 6 hochauflösende Illustrationen des Purpurastrild (Pyrenestes ostrinus), druckfertig. Es handelt sich um eine Datei; es ist kein Tier und kein physisches Produkt enthalten.
KI-Avatar — Purpurastrild
Erzeugen Sie einen Avatar, der Ihr Gesicht mit dem Purpurastrild (Pyrenestes ostrinus) verschmilzt. Digitale Lieferung in 8K, ohne Wasserzeichen. Digitales Produkt; es werden keine Tiere verkauft oder vermittelt.
Sofortiger Download. Es werden keine lebenden Vögel verkauft.
Häufige Fragen
- Ist Pyrenestes ostrinus (Purpurastrild) vom Aussterben bedroht?
- Die Rote Liste der IUCN führt Pyrenestes ostrinus, im Deutschen Purpurastrild genannt, in der Kategorie „Nicht gefährdet“. „Nicht gefährdet“ bedeutet, dass derzeit keine Bedrohung besteht.
- Wo lebt Pyrenestes ostrinus (Purpurastrild)?
- Pyrenestes ostrinus (Purpurastrild) kommt in folgenden Regionen vor: Afrika.
- Zu welcher Familie gehört Pyrenestes ostrinus (Purpurastrild)?
- Pyrenestes ostrinus (Purpurastrild) gehört zur Familie Estrildidae in der Ordnung Passeriformes.
- Welche Farbe hat Pyrenestes ostrinus (Purpurastrild)?
- Das Gefieder von Pyrenestes ostrinus (Purpurastrild) vereint folgende Farben: Schwarz und Braun.
Mehr aus derselben Familie
Rotkopfastrild
Amadina erythrocephala
Der Rotkopfastrild, auch Rotkopfamadine oder Paradiesamadine genannt, ist eine afrikanische Art aus der Familie der Prachtfinken. Es handelt sich um eine Art, deren Sozialverhalten abhängig ist von ihrem Lebensraum. In ausgesprochenen Trockengebieten ist bei Rotkopfastrilden das Geselligkeitsbedürfnis sehr ausgeprägt und erinnert in vielem an australische Prachtfinkarten.
ab 1,99 $
Bandastrild
Amadina fasciata
Die Bandastrild, auch Bandamadine oder Bandfink genannt, ist eine Prachtfinkenart und gehört innerhalb dieser Familie zu den Arten, die ihr Verbreitungsgebiet in Afrika haben. Sie kommt von Senegal bis ins östliche Äthiopien und Somalia, sowie südlich bis ins nördliche Mosambik, Simbabwe und Botswana vor.
ab 1,99 $
Tüpfelastrild
Amandava amandava
Der Tüpfelastrild, auch Tigerastrild oder Tigerfink, ist eine Art aus der Familie der Prachtfinken. Er ist im Südosten Asiens beheimatet, kommt aber als Gefangenschaftsflüchtling in vielen Teilen der Welt vor.
ab 1,99 $
Olivastrild
Amandava formosa
Der Olivastrild, auch Olivgrüner Astrild, Schönfink oder Grüner Tigerfink genannt, ist eine asiatische Art aus der Familie der Prachtfinken. Sie ist im westlichen Teil Indiens beheimatet. Es werden keine Unterarten für diese Art unterschieden.
ab 1,99 $