Braunohrsittich
Pyrrhura frontalis

Der Braunohrsittich ist eine Vogelart aus der Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae), die in Brasilien, in Paraguay, in Argentinien und in Uruguay vorkommt. Der Bestand wird von der IUCN als nicht gefährdet eingeschätzt.
Der Braunohrsittich (Pyrrhura frontalis, Syn.: Psittacus frontalis, Pyrrhura frontalis kriegi) ist eine Vogelart aus der Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae), die in Brasilien, in Paraguay, in Argentinien und in Uruguay vorkommt. Der Bestand wird von der IUCN als nicht gefährdet (Least Concern) eingeschätzt.
Merkmale
Der Braunohrsittich erreicht bei einem Gewicht von 72,0 bis 94,0 Gramm eine Körperlänge von etwa 24,0 bis 28,0 cm. Im Allgemeinen ist das Gefieder grün. Das Band auf dem vorderen Oberkopf ist rotbraun, der Zügel schwarz und die Ohrdecken rotbraun. Das Kinn bis zu den Seiten des Halses und die Brust sind gelblich grün mit braunem Rand, das dem ganzen ein schuppiges Antlitz verleiht. Der Bauch ist kastanienbraun. Die Handschwingen haben blaue Elemente. Der Schwanz ist olivgrün und im hinteren Drittel kastanienbraun. Die Unterseite ist matt rotbraun. Jungtiere sind im Gefieder etwas matter.
Lautäußerungen
Der häufigste Ruf des Braunohrsittichs ist eine Reihe kurzer, nasaler, rauer Laute, die beispielsweise wie kara kek kek kek... klingen. Die gibt er sowohl im Flug als auch im Sitzen von sich. Im Sitzen hört man auch gedämpftere krek-Rufe von ihm. Im Flug rufen die Individuen in einer Gruppe häufig und gleichzeitig und erzeugen so ein lautes, raues Durcheinandergeschrei. Im Sitzen können die Vögel jedoch über längere Zeiträume hinweg still sein.
Fortpflanzung
Die Brutsaison des Braunohrsittichs ist im Süden Brasiliens von Oktober bis Dezember. Das Nest ist eine Höhle im Baum ca. drei Meter über dem Boden. Er legt bis zu fünf Eier mit einer Größe von 25,5 bis 27,5 mm × 19,6 bis 21,2 mm. In Gefangenschaft dauert die Bebrütung der Eier ca. 30 Tage. Dort werden die Nestlinge nach 45 Tagen flügge.
Verhalten und Ernährung
Zur Ernährung des Braunohrsittichs im Süden Brasiliens gehören Araukarien-Nüsse. Ebenso wurden in seiner Nahrung Früchte wie Gabiroba (Campomanesia xanthocarpa) die Steineiben-Art (Podocarpus lamberti), Palmnüsse, Myrciaria-Früchte, Orangen, Kakis, Mais und Larven aus Pflanzengalle. Eine Studie im Südosten Brasiliens zeigte, dass das Fruchtfleisch von Jussarapalme, die Samen von Pfefferbäumen, Xylopia, Ameisenbäume, Alchornea, Croton, Hieronyma, Tetrorchidium, Miconia, Tibouchina, Piptadenia, Coussapoa, Feigen, Myrcia, Guaven, Kiefern, Merostachis, Nachtschatten und Trema, Blüten von Traubenkräuter, Piptocarpha, Scheinastern, Norantea, Eukalypten und Arillus von Protium zur Nahrung des Braunohrsittichs gehören.
Verbreitung und Lebensraum
Der Braunohrsittich ist vor allem dort verbreitet, wo auch Araukarien vorhanden sind. Daher ist sein bevorzugtes Habitat nicht klar zu definieren. Im nördlichen Verbreitungsgebiet kommt er in feuchten immergrünen Bergwäldern vor. Im südlichen Verbreitungsgebiet kommt er in tiefer gelegenen Gegenden mit Wald inklusive trockeneren Gebieten, in Galeriewäldern, teils freien oder Gebieten mit dünner Vegetation oder gar in den Parks von Städten vor. Er bewegt sich in Höhenlagen von Meeresspiegel bis 1400 Meter.
Unterarten
Es sind folgende Unterarten bekannt:
Pyrrhura frontalis frontalis (Vieillot, 1818) kommt im östlichen Brasilien vor.
Pyrrhura frontalis chiripepe (Vieillot, 1818) ist im südöstlichen Brasilien über das südöstliche Paraguay, das nördliche Argentinien und Uruguay verbreitet. Die Unterart hat keine Braunfärbung am oberen Teil des Schwanzes. An der Flügelbiegung im Schulterbereich ist sie normalerweise orangerot gefärbt.
Psittacus vittatus Shaw, 1812 wird heute als Synonym zur Nominatform betrachtet. Eigentlich hätte der Name Priorität, doch hatte 1783 Pieter Boddaert bereits den Namen Psittacus vittatus für die Puerto-Rico-Amazone (Amazona vittata) verwendet. Ebenso ist Pyrrhura frontalis kriegi Laubmann, 1932 ein Synonym für die Nominatform. Pyrrhura borellii Salvadori, 1894 wird als Synonym zu P. f. chiripepe betrachtet.
Etymologie und Forschungsgeschichte
Die Erstbeschreibung des Braunohrsittichs erfolgte 1818 durch Louis Pierre Vieillot unter dem wissenschaftlichen Namen Psittacus frontalis. Vieillot bezog sich auf La Perruche Ara à bandeau rouge von François Levaillant aus Brasilien. Das Typusexemplar befand sich in der Sammlung von François Baillon. 1856 führte Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte die für die Wissenschaft neue Gattung Pyrrhura ein. Dieser Name leitet sich von πυρρος, πυρ, πυρος pyrrhos, pyr, pyros, deutsch ‚rot, Feuer‘ und ουρα oura, deutsch ‚Schwanz‘ ab. Der Artname leitet sich von lateinisch frontalis, frontalia, frons, frontis ‚frontal, Vorderteil, Stirn‘ ab Chiripepe ist der Guaraní-Name für Sittich. Vieillot bezog sich bei der Unterart auf Maracaná del chiripepe von Félix de Azara. Kriegi ist Hans Krieg (1888–1970) gewidmet, borellii Alfredo Borelli (1858–1943). Schließlich bedeutet vittatus lateinisch vittatus, vitta ‚gebändert, Band‘. Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay zwölf Bälge, gesammelt von Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973), Michael Mathias Kiefer (1902–1980) und Hans Krieg in Zanja Moroti und Centurion im Bergland des Río Apa, am Cerro Galvàn, Puerto Casado im Gran Chaco und aus Nueva Germania, zur Verfügung. Durch die Hilfe von Alceste Arcangeli (1880–1965) und Enrico Luigi Festa (1868–1939) konnte er das Typusexemplar von Pyrrhura borellii untersuchen und kam zu dem Schluss, dass es sich lediglich um eine individuelle Variation handelt und P. f. chiripepe sehr ähnlich ist. In der Literatur sah er Nachweise in Lambaré durch Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch, in Ytanu durch John James Dalgleish, in der Colonia von Pedro Risso, in Villarica und Tebicuary durch Tommaso Salvadori, in Fortin Nueve durch John Graham Kerr, in Sapucai durch Charles Chubb, Puerto María Auxiliadora im Departamento Alto Paraguay durch Claude Henry Baxter Grant, in Paso Yuvay durch Roberto Dabbene, im Departamento Alto Paraguay sowie Monte Sociedad durch Arnaldo de Winkelried Bertoni und Puerto Pinasco im Departamento Presidente Hayes durch Alexander Wetmore als Nachweise für das Land.
Text übernommen aus Wikipedia · CC BY-SA 4.0
Wo er lebt
Verbreitung

Taxonomie
- Ordnung
- Psittaciformes
- Familie
- Psittacidae
- Gattung
- Pyrrhura
- Schutzstatus
- Nicht gefährdet
Ruf anhören
Noch keine Aufnahme
Die Illustrationen im Paket






Vorschau mit Wasserzeichen. Das Paket enthält alle 6 Illustrationen in hoher Auflösung, ohne Wasserzeichen.
Haltungsratgeber
Wellensittiche, Sittiche und Conures: Haltungsratgeber
Haltung von Wellensittich, Sittichen, Conures, Sperlingspapageien und Halsbandsittich: Ernährung, Käfig, Gesundheit, Verhalten, Zucht und Rechtliches.
Ratgeber lesen →Digitale Editionen
HD-Digitalkunstpaket — Braunohrsittich
Digitaler Download: 12 hochauflösende Illustrationen des Braunohrsittich (Pyrrhura frontalis), druckfertig. Es handelt sich um eine Datei; es ist kein Tier und kein physisches Produkt enthalten.
KI-Avatar — Braunohrsittich
Erzeugen Sie einen Avatar, der Ihr Gesicht mit dem Braunohrsittich (Pyrrhura frontalis) verschmilzt. Digitale Lieferung in 8K, ohne Wasserzeichen. Digitales Produkt; es werden keine Tiere verkauft oder vermittelt.
Sofortiger Download. Es werden keine lebenden Vögel verkauft.
Häufige Fragen
- Ist Pyrrhura frontalis (Braunohrsittich) vom Aussterben bedroht?
- Die Rote Liste der IUCN führt Pyrrhura frontalis, im Deutschen Braunohrsittich genannt, in der Kategorie „Nicht gefährdet“. „Nicht gefährdet“ bedeutet, dass derzeit keine Bedrohung besteht.
- Wo lebt Pyrrhura frontalis (Braunohrsittich)?
- Pyrrhura frontalis (Braunohrsittich) kommt in folgenden Regionen vor: Brasilien und Südamerika.
- Zu welcher Familie gehört Pyrrhura frontalis (Braunohrsittich)?
- Pyrrhura frontalis (Braunohrsittich) gehört zur Familie Psittacidae in der Ordnung Psittaciformes.
- Welche Farbe hat Pyrrhura frontalis (Braunohrsittich)?
- Das Gefieder von Pyrrhura frontalis (Braunohrsittich) vereint folgende Farben: Grün und Rot.
Mehr aus derselben Familie
Gelbbauchamazone
Alipiopsitta xanthops
Die Gelbbauch- oder Goldbauchamazone ist ein Vogel aus der Unterfamilie der eigentlichen Papageien, Tribus Neuweltpapageien.
ab 1,99 $
Amboinasittich
Alisterus amboinensis
Der Amboinasittich, auch als Amboina-Königssittich bezeichnet, ist eine Papageienart aus der Gattung der Königssittiche (Alisterus). Neben der Nominatform Alisterus amboinensis amboinensis werden die fünf Unterarten Alisterus amboinensis sulaensis, Alisterus amboinensis versicolor, Alisterus amboinensis buruensis, Alisterus amboinensis hypophonius und Alisterus amboinensis dorsalis unterschieden.
ab 1,99 $
Papuan King Parrot
Alisterus chloropterus
Alisterus chloropterus ist eine Vogelart aus der Familie Psittacidae in der Ordnung Psittaciformes.
ab 1,99 $
Königssittich
Alisterus scapularis
Der Königssittich, auch Australischer Königssittich genannt, ist eine ausschließlich in Australien verbreitete Papageienart. Es werden zwei Unterarten unterschieden. Das Verbreitungsgebiet beschränkt sich auf die Küstengebiete und das daran angrenzende Bergland im Osten Australiens. Auf Tasmanien kommt diese Art nicht vor. Königssittiche sind lokal häufige Vögel.
ab 1,99 $