Orangekehl-Schattenkolibri

Threnetes leucurus

Avilumen-Redaktion ·

Orangekehl-Schattenkolibri
Foto: Hector Bottai · CC BY-SA 4.0

Der Schwarzkinn-Schattenkolibri, auch Orangekehl-Schattenkolibri, Hellschwanz-Schattenkolibri oder Hellschwanzeremit, ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae), die in Kolumbien, Venezuela, Guyana, Suriname, Französisch-Guayana, Brasilien, Ecuador, Peru und Bolivien vorkommt. Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ eingeschätzt.

Der Schwarzkinn-Schattenkolibri (Threnetes leucurus), auch Orangekehl-Schattenkolibri, Hellschwanz-Schattenkolibri oder Hellschwanzeremit, ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae), die in Kolumbien, Venezuela, Guyana, Suriname, Französisch-Guayana, Brasilien, Ecuador, Peru und Bolivien vorkommt. Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ (Least Concern) eingeschätzt.

Merkmale

Der Schwarzkinn-Schattenkolibri erreicht bei einem Gewicht von 4 bis 7 g eine Körperlänge von 10 bis 12,2 cm, der Schwanz 3,6 cm und der Schnabelrücken 2,9 cm ausmachen. Die Flügel sind je 6,2 cm lang. Die Oberseite, die Halsseiten, die Flügeldecken und Flanken sind bronzegrün. Das Kinn ist schwarz, Ohrdecken und Brust schwarzbraun. Die Kehle ist rostrot, der Bauch graubräunlich. Die graugrünlichen Unterschwanzdecken haben helle Säume. Die Flügel sind schwärzlich purpurn gefärbt. Die mittleren Steuerfedern sind bronzegrün mit kleinen weißen Spitzen, die seitlichen Steuerfedern sind weiß, wobei die äußersten schwarze Spitzen haben. Der Oberschnabel ist schwarz, der Unterschnabel weißlich mit dunkler Spitze. Die Füße sind gelbbraun.

Verhalten und Ernährung

Der Schwarzkinn-Schattenkolibri bezieht seinen Nektar von Helikonien, Costus, Monotagma und anderen blühenden Pflanzen. In Kolumbien wurde er an Palicourea lasiantha und Psychotria bahiensis aus der Familie der Rötegewächse, Heliconia standleyi und Heliconia stricta aus der Familie der Helikonien, Drymonia coccinea und Drymonia semicordata aus der Familie der Gesneriengewächse, Arten aus der Gattung Pseudobombax aus der Familie der Wollbaumgewächse und Sanchezia peruviana aus der Familie der Akanthusgewächse beobachtet. Als sogenannter Trapliner fliegt er regelmäßig in rascher Folge Blüten dieser Pflanzen an. Ebenso ernährt er sich von kleinen Gliederfüßern.

Fortpflanzung

Die Brutzeit für T. l. medianus ist von September bis März, mit vereinzelten Berichten über Nester im Mai, September und Oktober im Nordosten südlich des Amazonas. In Guyana brütet er von Januar bis März. Gonadenaktivitäten weisen in Pará darauf hin, dass er dort von Juli bis Oktober brütet. Aus Peru werden Brutaktivitäten von August bis September, aus Ecuador und dem extremen Südwesten Venezuelas im Februar berichtet. Das Nest des Schwarzkinn-Schattenkolibris ist ein ordentlicher, konischer Kelch aus fasrigen Wurzeln, dünnen Zweigen, abgestorbenen Blättern und grünlich weißen Flechten. Es wird an der Unterseite der Spitze eines Palmwedels von z. B. Euterpe oleracea oder Oenocarpus bacaba zwischen 0,6 und 3,5 Metern über dem Boden angebracht. Das Nest ähnelt dem des Sägeschnabel-Schattenkolibris (Ramphodon naevius) und des Rotschwanz-Schattenkolibris (Glaucis hirsutus), ist aber dichter gebaut und mit mehr Flechten an der Außenseite dekoriert. Es ist ca. 120 mm hoch, der Außenradius beträgt ca. 55 mm und der Innenradius ca. 40 mm bei einer Nesttiefe von ca. 30 mm. Die zwei ca. 0,72 g schweren Eier sind ca. 17 × 9,5 mm groß. Die Brutdauer beträgt 16 bis 18 Tage, wobei die Jungvögel nach dem Schlüpfen 21 bis 25 Tage lang Nesthocker sind. Das Ausbrüten erfolgt ausschließlich durch das Weibchen. Die Küken haben eine altrosa Haut, sind dunkel beflaumt und haben einen gelblich schwarzen Schnabel.

Lautäußerungen

Der Gesang des Schwarzkinn-Schattenkolibris besteht aus einer schnellen hellen Phrase aus fünf bis zehn Tönen, die im Abstand von einigen Sekunden wiederholt wird. Der Gesang ähnelt dem des Weißbinden-Schattenkolibris (Threnetes ruckeri), doch stößt er diesen in höherem Tempo aus. Die Laute beinhalten helle scharfe tsit-Töne, die manchmal verdoppelt werden.

Verbreitung und Lebensraum

Der Schwarzkinn-Schattenkolibri bevorzugt offenere Gebiete im feuchten Tiefland und höher gelegenen tropischen Wäldern, Galeriewälder, Übergangs- und Überflutungswälder wie Várzea und Igapó-Wald, Sekundärvegetation, buschige Weideflächen und Plantagen. In Französisch-Guayana kommt er in Höhenlagen unter 500 Metern, im Süden Venezuelas bis 850 Meter, in Peru von Meeresspiegel bis 1800 Meter, meist aber unter 1200 Metern und in Ecuador bis 1600 Meter, meist aber unter 1100 Metern, vor.

Migration

Der Schwarzkinn-Schattenkolibri gilt als Standvogel.

Unterarten

Bisher sind vier Unterarten bekannt:

Threnetes leucurus cervinicauda Gould, 1855 kommt vom Osten Kolumbiens über den Osten Ecuadors bis in den Osten Perus und den angrenzenden Westen des brasilianischen Bundesstaates Amazonas vor. Diese Subspezies hat eine hellgrau ockerfarbene Färbung am Bauch und hell zimtfarbene seitliche Schwanzfedern mit dunklen Spitzen.

Threnetes leucurus rufigastra Cory, 1915 ist vom zentralen Peru bis ins nordwestliche Bolivien verbreitet. Diese Unterart hat eine hellrotbraune bis ockerfarbene Färbung am Bauch und weiße seitliche Schwanzfedern mit dunklen Spitzen wie die Nominatform.

Threnetes leucurus leucurus (Linnaeus, 1766) – die Nominatform kommt von Venezuela bis Suriname, den brasilianischen Bundesstaat Amazonas und den Norden Boliviens vor.

Threnetes leucurus medianus Hellmayr, 1929 ist im Nordosten Brasiliens südlich des Amazonas verbreitet. Diese Unterart hat eine hellgrau ockerfarbene Färbung am Bauch und hell ockerfarbene seitliche Schwanzfedern mit schwärzlichen Spitzen.

Threnetes hauxwelli Boucard, 1895 ist ein Synonym für T. l. cervinicauda. Polytmus Surinamensis Brison, 1760 ist ein Synonym für die Nominatform.

Lange galt der Schwarzkinn-Schattenkolibri als Unterart des Rußschattenkolibris, doch hat das South American Classification Committee eine Abspaltung in zwei Arten beschlossen. Threnetes niger loehkeni Grantsau, 1969 wird gelegentlich als Unterart des Schwarzkinn-Schattenkolibris betrachtet.

Etymologie und Forschungsgeschichte

Die Erstbeschreibung des Schwarzkinn-Schattenkolibris erfolgte 1766 durch Carl von Linné unter dem wissenschaftlichen Namen Trochilus leucurus. Als Lebensraum gab er pauschal Südamerika (America Meridionalis) an. Erst 1852 führte John Gould die Gattung Threnetes ein. Dieser Name leitet sich vom griechischen θρηνητης, θρηνος, θρεομαι thrēnētēs, thrēnos, threomai für „Trauernder, klagen, kreischen“ ab. Der Artname leucurus ist ein griechisches Wortgebilde aus λευκός leukós für „weiß“ und -οὐρός, οὐρά -ourós, ourá für „-schwänzig, Schwanz“. Cervinicauda bildet sich aus dem lateinischen cervinus für „hirschfarben“ und cauda für „Schwanz“. Rufigastra setzt sich aus rufus für „rot“ und gaster für „Bauch“ zusammen. Medianus, medius ist das lateinische Wort für „Mitte“. Hauxwelli ehrt den britischen Forschungsreisenden John Hauxwell (1827–1919), der das Exemplar in Pebas im Jahr 1867 gesammelt hatte. Surinamensis bezieht sich auf das Land Suriname.

Text übernommen aus Wikipedia · CC BY-SA 4.0

Wo er lebt

Gefiederfarben

Verbreitung

Verbreitungskarte von Threnetes leucurus
Karte von Cephas, Erbsenesche · CC BY-SA 3.0

Taxonomie

Gattung
Threnetes
Schutzstatus
Nicht gefährdet

Ruf anhören

Noch keine Aufnahme

Die Illustrationen im Paket

Orangekehl-Schattenkolibri, Aquarell
Aquarell
Orangekehl-Schattenkolibri, Historische Tafel
Historische Tafel
Orangekehl-Schattenkolibri, Tusche
Tusche
Orangekehl-Schattenkolibri, Öl
Öl
Orangekehl-Schattenkolibri, Realistisch
Realistisch
Orangekehl-Schattenkolibri, Buntstift
Buntstift

Vorschau mit Wasserzeichen. Das Paket enthält alle 6 Illustrationen in hoher Auflösung, ohne Wasserzeichen.

Digitale Editionen

HD-Digitalkunstpaket — Orangekehl-Schattenkolibri

Digitaler Download: 12 hochauflösende Illustrationen des Orangekehl-Schattenkolibri (Threnetes leucurus), druckfertig. Es handelt sich um eine Datei; es ist kein Tier und kein physisches Produkt enthalten.

1,99 $

KI-Avatar — Orangekehl-Schattenkolibri

Erzeugen Sie einen Avatar, der Ihr Gesicht mit dem Orangekehl-Schattenkolibri (Threnetes leucurus) verschmilzt. Digitale Lieferung in 8K, ohne Wasserzeichen. Digitales Produkt; es werden keine Tiere verkauft oder vermittelt.

4,99 $

Sofortiger Download. Es werden keine lebenden Vögel verkauft.

Häufige Fragen

Ist Threnetes leucurus (Orangekehl-Schattenkolibri) vom Aussterben bedroht?
Die Rote Liste der IUCN führt Threnetes leucurus, im Deutschen Orangekehl-Schattenkolibri genannt, in der Kategorie „Nicht gefährdet“. „Nicht gefährdet“ bedeutet, dass derzeit keine Bedrohung besteht.
Wo lebt Threnetes leucurus (Orangekehl-Schattenkolibri)?
Threnetes leucurus (Orangekehl-Schattenkolibri) kommt in folgenden Regionen vor: Brasilien und Südamerika.
Zu welcher Familie gehört Threnetes leucurus (Orangekehl-Schattenkolibri)?
Threnetes leucurus (Orangekehl-Schattenkolibri) gehört zur Familie Trochilidae in der Ordnung Apodiformes.
Welche Farbe hat Threnetes leucurus (Orangekehl-Schattenkolibri)?
Das Gefieder von Threnetes leucurus (Orangekehl-Schattenkolibri) vereint folgende Farben: Grün und Blau.

Mehr aus derselben Familie