Amazonasfischer

Chloroceryle amazona

Avilumen-Redaktion ·

Amazonasfischer
Foto: Andreas Trepte · CC BY-SA 4.0

Der Amazonasfischer ist ein Eisvogel der Neotropis. Die Art gilt als monotypisch.

Der Amazonasfischer (Chloroceryle amazona) ist ein Eisvogel der Neotropis. Die Art gilt als monotypisch.

Merkmale

Der Amazonasfischer hat die typische Eisvogelform mit einem kurzen Schwanz und langem Schnabel. Oberseits ist er metallisch grün gefärbt, der Nacken und die Kehle sind weiß. Der weiße Bauch weist an den Flanken grüne Strichelungen auf. Die Brust des Männchens ist kastanienbraun, die des Weibchens weiß mit grünen Flecken an der Seite.

Im Gegensatz zum ähnlichen Grünfischer hat der Amazonasfischer keine weiße Markierungen am Flügel. Außerdem ist er mit einer Länge von 29 bis 30 cm und einem Gewicht von 110 g erheblich größer und schwerer.

Der Ruf des Vogels ist ein scharfes KyeKyekyekyek, das in Tonhöhe und Lautstärke abnimmt.

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Amazonasfischer erstreckt sich von Südmexiko bis nach Nordargentinien. Meldungen über Sichtungen auf Trinidad beruhen wahrscheinlich auf Verwechslungen.

Fortpflanzung

Der Vogel gräbt in Uferböschungen eine bis zu 1,6 m lange Röhre, die einen Durchmesser von 10 cm hat. Das Weibchen legt drei bis vier weiße Eier.

Etymologie und Forschungsgeschichte

Die Erstbeschreibung des Amazonasfischers erfolgte 1790 durch John Latham unter dem wissenschaftlichen Namen Alcedo amazona. Als Verbreitungsgebiet gab er Cayenne an. 1848 führte Johann Jakob Kaup die für die Wissenschaft neue Gattung Chloroceryle für den Grünfischer ein. Dieser Begriff leitet sich χλωρος chlōros, deutsch ‚grün‘ und κηρυλος cērulos, deutsch ‚ein Vogel der von Aristoteles, Hesychios von Alexandria und anderen für einen mystischen Vogel, vermutlich einen Liest bzw. Eisvogel, vergeben wurde‘ ab. Der Artname amazona hat seinen Ursprung in lateinisch amazonus ‚vom Amazonas‘. Chloroceryle amazona mexicana Brodkorb, 1940 wird heute als Synonym zur Nominatform betrachtet. Mexicana bezieht sich auf Mexiko. Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay zehn Bälge, gesammelt von Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973) und Michael Mathias Kiefer (1902–1980) in Puerto Casado, Santa Casilda sowie in Puerto Sastre im Gran Chaco und in Independencia, zur Verfügung. In der Literatur betrachtete er in einem von Richard Otto Rohde (1855–1912) gesammelten Exemplar aus Lambaré, welches durch Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch beschrieben wurde, in einem von Alfredo Borelli (1858–1943) gesammelten und von Tommaso Salvadori beschriebenes Exemplar aus Porto Pagani, im Río Pilcomayo und in Concepción durch John Graham Kerr, in Tayru durch Claude Henry Baxter Grant, im Departamento Alto Paraná durch Arnaldo de Winkelried Bertoni und in Puerto Pinasco im Departamento Presidente Hayes durch Alexander Wetmore. viele weitere Nachweise für das Land. Außerdem sah er in Martin pescadore del obscro dorado (Weibchen) und Martin pescadore del garganta roxa (Männchen) von Félix de Azara weitere Nachweise für das Land.

Text übernommen aus Wikipedia · CC BY-SA 4.0

Wo er lebt

Gefiederfarben

Verbreitung

Verbreitungskarte von Chloroceryle amazona
Karte von Cephas · CC BY-SA 4.0

Taxonomie

Gattung
Chloroceryle
Schutzstatus
Nicht gefährdet

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Illustrationsgalerie

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  • Illustration im Stil Aquarell: Amazonasfischer (Chloroceryle amazona)
    Aquarell
  • Illustration im Stil Historische Tafel: Amazonasfischer (Chloroceryle amazona)
    Historische Tafel
  • Illustration im Stil Tusche: Amazonasfischer (Chloroceryle amazona)
    Tusche
  • Illustration im Stil Öl: Amazonasfischer (Chloroceryle amazona)
    Öl
  • Illustration im Stil Realistisch: Amazonasfischer (Chloroceryle amazona)
    Realistisch
  • Illustration im Stil Buntstift: Amazonasfischer (Chloroceryle amazona)
    Buntstift

Illustrationen nach dem Foto von Andreas Trepte (CC BY-SA 4.0), Wikimedia Commons.

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Häufige Fragen

Ist Chloroceryle amazona (Amazonasfischer) vom Aussterben bedroht?
Die Rote Liste der IUCN führt Chloroceryle amazona, im Deutschen Amazonasfischer genannt, in der Kategorie „Nicht gefährdet“. „Nicht gefährdet“ bedeutet, dass derzeit keine Bedrohung besteht.
Wo lebt Chloroceryle amazona (Amazonasfischer)?
Chloroceryle amazona (Amazonasfischer) kommt in folgenden Regionen vor: Brasilien und Südamerika.
Zu welcher Familie gehört Chloroceryle amazona (Amazonasfischer)?
Chloroceryle amazona (Amazonasfischer) gehört zur Familie Alcedinidae in der Ordnung Coraciiformes.
Welche Farbe hat Chloroceryle amazona (Amazonasfischer)?
Das Gefieder von Chloroceryle amazona (Amazonasfischer) vereint folgende Farben: Grün.

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