Schwarzschwanzastrild

Glaucestrilda perreini

Avilumen-Redaktion ·

Schwarzschwanzastrild
Foto: Nigel Voaden from UK · CC BY-SA 2.0

Der Schwarzschwanzastrild, auch Schwarzschwanz-Schönbürzel oder Pereins Astrild genannt, ist eine afrikanische Art aus der Familie der Prachtfinken. Für die Art werden zwei Unterarten unterschieden.

Der Schwarzschwanzastrild (Glaucestrilda perreini, Syn.: Estrilda perreini), auch Schwarzschwanz-Schönbürzel oder Pereins Astrild genannt, ist eine afrikanische Art aus der Familie der Prachtfinken. Für die Art werden zwei Unterarten unterschieden.

Die IUCN stuft den Schwarzschwanzastrild als nicht gefährdet (least concern) ein.

Beschreibung

Schwarzschwanzastrild erreichen eine Körperlänge von elf Zentimeter. Es besteht kein Sexualdimorphismus.

Der Schwarzschwanzastrild ähnelt dem Lavendelastrild, hat aber keinen roten Schwanz wie dieser, sondern einen schwarzen. Vom Cinderellaastrild unterscheidet er sich durch einen kleinen, schwarzen Kinnfleck. Der Unterschnabel ist beim Schwarzschwanzastrild gräulich und nicht rötlich. Der Bürzel und die Oberschwanzdecken des Schwarzschwanzastrilds sind lebhaft rot. Einzelne Weibchen haben auch an den Körperseiten einige kleine rote Flecken. Die Unterschwanzdecken sind je nach Unterart grau oder schwarz.

Verbreitung und Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet des Schwarzschwanzastrilds reicht vom Süden Gabuns über den Norden Angolas und den Süden der Demokratischen Republik Kongo bis zum Nordwestufer des Tanganjikasees. In südlicher Richtung reicht es über Mosambik, dem Süden Malawis und dem Westen Simbabwes bis zum Küstengebiet in Kwazulu-Natal. Der Lebensraum des Schwarzschwanzastrilds sind feuchte, grasdurchwachsene Buschwalddickichte und immergrüne Primärwälder. Er hält sich besonders häufig in Galeriewäldern auf. In trockeneren Wäldern findet man ihn seltener, im eigentlichen Trockenwald fehlt er ganz. Er ist in den meisten Regionen seines Verbreitungsgebietes nicht sehr häufig. In den meisten Regionen ist der Schwarzschwanzastrild ein Standvogel. Die im südlichen Simbabwe bis ins südliche Zululand und Natal vorkommende Unterart G. p. incana überwintert jedoch nördlich seines Brutareals im Süden Mosambiks.

Lebensweise

Der Schwarzschwanzastrild ist überwiegend einzeln oder in Paaren zu beobachten. Er wird deswegen häufig übersehen. Er frisst ausschließlich kleine Grassamen, seine Nahrung findet er überwiegend auf dem Erdboden. Während der Nahrungssuche hält er sich in der Nähe von Dickungen auf.

Die Brutzeit fällt in Südafrika in den südlichen Sommer und währt von Oktober bis März. Hier zieht er zwei Bruten pro Jahr hoch. In anderen Regionen brütet er gegen Ende der Regenzeit. Die Nester stehen einzeln und befinden sich in der Regel zwischen 2,5 und fünf Meter über dem Erdboden. Er zeigt wie einige andere Prachtfinkenarten eine Halmbalz, bei der das Männchen lange Grashalme im Schnabel dem Weibchen präsentiert.

Das Nest ist ein Kugelnest, das von beiden Elternvögeln gebaut wird. Gelegentlich nutzt er auch alte verlassene Nester von anderen Prachtfinken und Webervögeln. Das Gelege besteht aus drei bis sechs weißen Eiern. Sie werden von beiden Elternvögeln bebrütet. Bei in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln beträgt die Brutzeit durchschnittlich zwölf Tage. Die Nestlinge werden von beiden Elternvögeln versorgt. Die Nestlingszeit beträgt bei in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln 19 bis 21 Tage. Die Jungvögel kehren nach dem Ausfliegen für einen Zeitraum von etwa sieben Tagen des Nachts zum Nest zurück.

Unterarten

Es sind folgende Unterarten bekannt:

Glaucestrilda perreini perreini (Vieillot, 1817) kommt in der Demokratischen Republik Kongo, in Angola, in Sambia, in Tansania und dem nördlichen Malawi vor.

Glaucestrilda perreini incana (Sundevall, 1850) ist im südlichen Malawi, dem südöstlichen Simbabwe, in Mosambik und Südafrika verbreitet.

Estrilda perreini torrida Clancey, 1974 und Habropyga poliogastra Reichenow, 1886 werden heute als Synonym zu G. p. incana betrachtet.

Etymologie und Forschungsgeschichte

Die Erstbeschreibung des Schwarzschwanzastrilds erfolgte 1817 durch Louis Pierre Vieillot unter dem wissenschaftlichen Namen Fringilla Perreini. Als Verbreitungsgebiet gab er Malimbe an. 1922 führte Austin Roberts die für die Wissenschaft neue Gattung Glaucestrilda ein. Der Begriff stammt von γλαυκος glaukos, deutsch ‚blau-grau, silbrig‘ ab. Der Artname perreini ehrt den Sammler des Typusexemplars Jean Perrein (1750–1805). Incana hat seinen Ursprung in lateinisch incanus ‚hell grau, grauhaarig, ziemlich grau‘, torrida in lateinisch torridus, torrere ‚versengt, glühend heiß, verbrannt, brennen‘ und poliogastra in πολιος polios, deutsch ‚grau‘ und γαστηρ, γαστρος gastēr, gastros, deutsch ‚Bauch‘.

Haltung

Der Schwarzschwanzastrild spielt in der Ziervogelhaltung nur eine untergeordnete Rolle. Einzelne Vögel dieser Art scheinen in den 1930er Jahren in den Handel gekommen zu sein. Danach fehlten sie über Jahre, bis 1966 zehn Paare in der Schweiz gehandelt wurden. In den letzten Jahren sind diese Vögel jedoch gelegentlich verkauft worden und werden mittlerweile von einem kleinen Kreis von Haltern regelmäßig nachgezüchtet. Sie gelten als sehr friedfertig und eignen sich für Gemeinschaftshaltung. Sie sind jedoch sehr wärmeliebend und müssen bei Temperaturen von mindestens 24 Grad gehalten werden.

In Mosambik ist in einer Region die Population rückläufig, weil neben Lebensraumvernichtung auch ein größerer Teil der Population jährlich für den Export von Käfigvögeln gefangen wird.

Text übernommen aus Wikipedia · CC BY-SA 4.0

Gefiederfarben

Taxonomie

Gattung
Glaucestrilda
Schutzstatus
Nicht beurteilt

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Die Illustrationen im Paket

Schwarzschwanzastrild, Aquarell
Aquarell
Schwarzschwanzastrild, Historische Tafel
Historische Tafel
Schwarzschwanzastrild, Tusche
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Schwarzschwanzastrild, Öl
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Schwarzschwanzastrild, Realistisch
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Schwarzschwanzastrild, Buntstift
Buntstift

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Häufige Fragen

Ist Glaucestrilda perreini (Schwarzschwanzastrild) vom Aussterben bedroht?
Die Rote Liste der IUCN führt Glaucestrilda perreini, im Deutschen Schwarzschwanzastrild genannt, in der Kategorie „Nicht beurteilt“. „Nicht beurteilt“ bedeutet, dass die IUCN diese Art noch nicht geprüft hat.
Zu welcher Familie gehört Glaucestrilda perreini (Schwarzschwanzastrild)?
Glaucestrilda perreini (Schwarzschwanzastrild) gehört zur Familie Estrildidae in der Ordnung Passeriformes.
Welche Farbe hat Glaucestrilda perreini (Schwarzschwanzastrild)?
Das Gefieder von Glaucestrilda perreini (Schwarzschwanzastrild) vereint folgende Farben: Grau.

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