Weißschopf-Hornvogel

Horizocerus albocristatus

Avilumen-Redaktion ·

Weißschopf-Hornvogel
Foto: derivative work: Snowmanradio (talk) Tropicranus_albocristatus_-Central_Park_Zoo-6a.jpg: Claire H. · CC BY-SA 2.0

Der Weißschopf-Hornvogel, auch Perückentoko oder Weißkopf-Hornvogel genannt, ist eine afrikanische Vogelart, die zu den Nashornvögeln (Bucerotidae) gehört. Wie alle Arten der Nashornvögel ist auch der Weißschopf-Hornvogel ein Höhlenbrüter. Das Weibchen mauert sich in der Nisthöhle ein und wird während der Brutzeit vom Männchen gefüttert. Es werden drei Unterarten unterschieden.

Der Weißschopf-Hornvogel (Horizocerus albocristatus, Syn.: Tropicranus albocristatus), auch Perückentoko oder Weißkopf-Hornvogel genannt, ist eine afrikanische Vogelart, die zu den Nashornvögeln (Bucerotidae) gehört. Wie alle Arten der Nashornvögel ist auch der Weißschopf-Hornvogel ein Höhlenbrüter. Das Weibchen mauert sich in der Nisthöhle ein und wird während der Brutzeit vom Männchen gefüttert. Es werden drei Unterarten unterschieden.

Die Bestandssituation des Weißschopf-Hornvogels wurde 2016 in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN als „Least Concern (LC)“ = „nicht gefährdet“ eingestuft.

Merkmale

Der Weißschopf-Hornvogel zählt zu den großen Nashornvögeln und erreicht eine Gesamtlänge von bis zu 70 Zentimeter. Der Schnabel wird bei den Männchen 9,1 bis 10,3 Zentimeter lang. Weibchen haben einen deutlich kürzeren Schnabel mit einer Länge zwischen 6,7 und 7,4 Zentimeter. Der Gewichtsunterschied ist nicht so ausgeprägt: Weibchen wiegen im Schnitt 282 Gramm, während Männchen zwischen 279 und 315 Gramm wiegen. Der Sexualdimorphismus ist gering ausgeprägt. Weibchen entsprechen dem Männchen im Körpergefieder, bleiben aber kleiner und haben einen kürzeren Schnabelfirst.

Bei den Weißschopf-Hornvögeln ist der Kopf inklusive des Scheitels und der Nackenfedern weiß, die einzelnen Federn haben schwarze Federschäfte und schwarze Spitzen. Das übrige Gefieder ist schwarz mit einem metallischen Schimmer. Lediglich die Schwanzfedern weisen weiße Federspitzen auf.

Der Schnabel ist überwiegend dunkelgrau, an der Basis des Oberschnabels befindet sich ein cremefarbener Abschnitt. Der Schnabelfirst ist dunkel und endet abrupt kurz vor der Schnabelspitze. Der Orbitalring ist blau, der unbefiederte Kehlfleck ist fleischfarben. Die Augen sind braun bis cremefarben, die Beine und Füße sind dunkel blaugrau.

Jungvögel ähneln den adulten Vögeln, ihre Iris ist noch blassblau, die Grundfarbe des Schnabels ist grünlich, der Schnabelfirst fehlt zunächst.

Stimme

Der Weißschopf-Hornvogel ist nicht sehr ruffreudig, die Rufe haben aber eine auffällige Klangfarbe. Eine Ruffolge von krächzenden Lauten folgt ein raues, heulendes uoo-uoo--uoo-aah-aah. Die Kontaktlaute sind ein kurzes squark.

Verbreitungsgebiet und Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet des Weißschopf-Hornvogels ist das westliche Subsahara-Afrika. Die Art kommt im Südosten von Guinea, in Sierra Leone, Liberia, der Elfenbeinküste und Ghana bis in den Süden von Togo und Benin vor.

Der Lebensraum sind überwiegend dichte, feuchte und immergrüne Primärwälder. Er kommt aber auch in an Primärwald angrenzenden Sekundärwald, Wälder entlang von Fließgewässern sowie sogar schütter bestandenes Waldgebiet vor. Er hält sich häufig in der Nähe von Affengruppen auf. Die Höhenverbreitung reicht bis zu 900 Höhenmetern am Mount Nimba.

Lebensweise

Der Weißschopf-Hornvogel kommt überwiegend in Paaren vor, die von ein bis drei Jungvögeln begleitet werden. Es sind territoriale Vögel, deren Revier gewöhnlich dem einer Affengruppe (z. B. von Lowe-Meerkatzen) entspricht. Zwischen den beiden Arten besteht ein lose Protokooperation. Die Affen profitieren von den Alarmrufen des Weißschopf-Hornvogels. Er folgt ihnen bei den Nahrungszügen und frisst die kleinen Tiere (überwiegend Insekten), die sie dabei aufscheuchen. Ein ähnliches Verhalten zeigt er gegenüber anderen Vogeltrupps, aber auch Wanderameisen.

Seine Nahrung fängt er überwiegend im Flug, er fliegt dabei meist von den niedrigeren Ästen der Wipfel hoher Urwaldbäume auf. Gelegentlich kommt er auch auf den Boden, um dort nach Nahrung zu suchen. Nach Beobachtungen macht dieses Verhalten etwa 11 Prozent seiner Nahrungssuche aus. Weißschopf-Hornvögel sitzen während ihrer Nahrungssuche häufig auch reglos auf Ästen und suchen mit langsamen Kopfbewegungen die Umgebung nach geeigneten Beutetieren ab.

Die Nahrung besteht überwiegend aus großen Insekten, aber auch kleinen Wirbeltieren wie Vögeln, Mäusen, Eidechsen, Schlangen und Frösche. Früchte frisst er nur gelegentlich, er frisst aber unter anderem die Früchte von Ölpalmen und kommt auf den Boden, um die herabgefallenen Früchte von Dacryodes aufzunehmen.

Fortpflanzung

Über das Fortpflanzungsverhalten des Weißschopf-Hornvogels ist nur wenig bekannt. Die bisher bekannten Nisthöhlen befanden sich in Bäumen. Das Weibchen versiegelt den Eingang zur Bruthöhle mit ihren Fäkalien bis auf einen schmalen Spalt. Sie durchläuft eine Mauser des Großgefieders während dieser Brutzeit. Das Männchen trägt einzelne Beutetiere im Schnabel zur Nisthöhle und übergibt sie dort dem Weibchen. Es wird gewöhnlich ein Jungvogel pro Brut groß, es wurde jedoch auch schon die Aufzucht von zwei Jungvögeln beobachtet.

Systematik

Der Weißschopf-Hornvogel wurde 1848 durch den US-amerikanischen Ornithologen John Cassin unter der Bezeichnung Buceros albo-cristatus erstmals wissenschaftlich beschrieben. Im Jahr 1905 beschrieb der deutsche Ornithologe Otto Finsch eine sehr ähnliche Hornvogelart aus Gabun und gab ihm zu Ehren von John Cassin den Namen Ortholophus cassini. Beide gehören heute zur Gattung Horizocerus, die 1899 durch den amerikanischen Ornithologen Harry C. Oberholser eingeführt worden ist. Der von Finch beschriebene Hornvogel galt einige Zeit lang als Unterart (H. albocristatus cassini) von Horizocerus albocristatus, heute wird er jedoch als eigenständige Art (Östlicher Weißschopf-Hornvogel (Horizocerus cassini)) betrachtet. Horizocerus albocristatus ist monotypisch.

Text übernommen aus Wikipedia · CC BY-SA 4.0

Wo er lebt

Gefiederfarben

Taxonomie

Gattung
Horizocerus
Schutzstatus
Nicht gefährdet

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Illustrationen nach dem Foto von derivative work: Snowmanradio (talk) Tropicranus_albocristatus_-Central_Park_Zoo-6a.jpg: Claire H. (CC BY-SA 2.0), Wikimedia Commons.

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Häufige Fragen

Ist Horizocerus albocristatus (Weißschopf-Hornvogel) vom Aussterben bedroht?
Die Rote Liste der IUCN führt Horizocerus albocristatus, im Deutschen Weißschopf-Hornvogel genannt, in der Kategorie „Nicht gefährdet“. „Nicht gefährdet“ bedeutet, dass derzeit keine Bedrohung besteht.
Wo lebt Horizocerus albocristatus (Weißschopf-Hornvogel)?
Horizocerus albocristatus (Weißschopf-Hornvogel) kommt in folgenden Regionen vor: Afrika.
Zu welcher Familie gehört Horizocerus albocristatus (Weißschopf-Hornvogel)?
Horizocerus albocristatus (Weißschopf-Hornvogel) gehört zur Familie Bucerotidae in der Ordnung Bucerotiformes.
Welche Farbe hat Horizocerus albocristatus (Weißschopf-Hornvogel)?
Das Gefieder von Horizocerus albocristatus (Weißschopf-Hornvogel) vereint folgende Farben: Weiß und Schwarz.

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