Graunackenschwärzling
Nigrita canicapillus

Der Graunackenschwärzling ist eine afrikanische Vogelart in der Familie der Prachtfinken (Estrildidae). Es handelt sich um einen dunklen, waldlebenden Vogel mit einem grauen Oberkopf, einer schwarzen Stirn und hell gefleckten Flügeln. Es werden mehrere Unterarten unterschieden.
Der Graunackenschwärzling (Nigrita canicapillus, Syn.: Nigrita canicapilla) ist eine afrikanische Vogelart in der Familie der Prachtfinken (Estrildidae). Es handelt sich um einen dunklen, waldlebenden Vogel mit einem grauen Oberkopf, einer schwarzen Stirn und hell gefleckten Flügeln. Es werden mehrere Unterarten unterschieden.
Die IUCN stuft den Graunackenschwärzling als nicht gefährdet (least concern) ein.
Beschreibung
Graunackenschwärzlinge erreichen eine Körperlänge von 13 bis 14 Zentimeter. Sie haben einen schwarzgrauen Schnabel, eine schwarze Gesichtsmaske und einen hellgrauen Nacken. Das Federkleid ist ansonsten dunkelgrau. Die äußeren Schulterfedern, die großen Flügeldecken sowie die inneren Armschwingen sind weiß bis grau gefleckt. Der Bürzel ist weißlichgrau und heller als der Rücken. Bei einzelnen Individuen ist er gelegentlich dunkel gefleckt und gebändert. Weibchen und Männchen gleichen sich, allerdings haben Weibchen einen zierlicheren Schnabel. Der Schnabel ist schwarz, die Augen sind rot, die Beine sind dunkelbraun bis schwärzlich.
Jungvögel sind einheitlich dunkelgrau mit blassgrauen Augen.
Der Graunackenschwärzling kann mit dem Blassstirnschwärzling verwechselt werden. Der Graunackenschwärzling weist jedoch eine schwarze Stirn auf und dem Blassstirnschwärzling fehlen die weißen Tupfen auf den Flügeln, die für den Graunackenschwärzling charakteristisch ist.
Verbreitungsgebiet und Lebensraum
Graunackenschwärzlinge sind von Sierra Leone bis nach Kenia und in südlicher Richtung bis nach Angola verbreitet.
Die Art kommt in licht bewaldeten Gebieten vor. Sie hat sich auch Kulturland erschlossen und kommt beispielsweise in Kaffee- und Kakaoplantagen, in Gärten oder im Gebüsch an Straßenrändern vor. In Liberia leben in Waldgebieten pro Quadratkilometer drei bis fünf Paare; in offeneren Gebieten sind es sogar drei bis neun Paare. Ähnliche Zahlen wurden für Gabun ermittelt. In der Regel werden Graunackenschwärzlinge einzeln oder paarweise beobachtet, sie sind aufgrund ihres Gefieders jedoch meist schwer auszumachen. Ihr Gesang ist meist der erste Hinweis, dass Graunackenschwärzlinge in der Nähe sind. In Ostafrika reicht ihre Höhenverbreitung bis 2.100 Meter, im Gebiet der Virunga-Vulkane sogar bis 2.600 Meter. In Wäldern Liberias kommen drei bis fünf Brutpaare und in den Wäldern Gabuns fünf bis sechs Brutpaare pro Quadratkilometer.
Lebensweise
Graunackenschwärzlinge leben paarweise oder in kleinen Familiengruppen. Meist halten sich Graunackenschwärzlinge in den oberen Baumwipfeln auf. Sie sind häufig auch in Gesellschaft von Nektarvögeln zu beobachten. Ihre Nahrung besteht in erster Linie aus Insekten wie Larven und kleinen Raupen sowie aus Ameisen und Termiten. Daneben fressen sie auch kleine Sämereien und Schalen der Ölpalmenfrüchte.
Graunackenschwärzlinge sind Freibrüter, die ihre großen Kugelnester in Gebüsch bauen. Als Baumaterial nutzen sie Kokos- und Sisalfasern, Gräser, Moose, andere Pflanzen sowie Tierwolle. Das Weibchen legt vier bis sechs Eier, die zwölf bis 13 Tage bebrütet werden. Die Brutzeit variiert in Abhängigkeit vom Verbreitungsgebiet. In einigen Regionen, beispielsweise in Tansania, wo Gelege bislang nur im Januar gefunden wurden, brüten Graunackenschwärzlinge nur in einigen Monaten. In Kenia und der Demokratischen Republik Kongo brüten Graunackenschwärzlinge ganzjährig.
Unterarten
Neben der zuerst in die Gattung Aethiops gestellten Nominatform sind fünf weitere Unterarten bekannt:
Nigrita canicapillus emiliae Sharpe, 1869
Nigrita canicapillus schistaceus Sharpe, 1891
Nigrita canicapillus diabolicus (Reichenow & Neumann, 1895)
Nigrita canicapillus angolensis Bannerman, 1921
Nigrita canicapillus candidus Moreau, 1942
Nigrita canicapillus sparsimgutatus Reichenow, 1892 wird heute als Synonym zu N. c. schistaceus betrachtet.
Haltung
Die ersten Graunackenschwärzlinge wurden zu Beginn der 1930er Jahre im Londoner Zoo gehalten. Weitere Importe nach Großbritannien fanden 1948 und 1965 statt. Erst 1973 wurden Graunackenschwärzlinge in die Schweiz, Österreich und nach Deutschland importiert. Der Bedarf der Vögel nach einer vielseitigen Ernährung mit Insekten kann von erfahrenen Pflegern heute befriedigt werden. Trotzdem gelingt die Nachzucht nur sehr selten.
Text übernommen aus Wikipedia · CC BY-SA 4.0
Taxonomie
- Ordnung
- Passeriformes
- Familie
- Estrildidae
- Gattung
- Nigrita
- Schutzstatus
- Nicht gefährdet
Ruf anhören
Noch keine Aufnahme
Die Illustrationen im Paket






Vorschau mit Wasserzeichen. Das Paket enthält alle 6 Illustrationen in hoher Auflösung, ohne Wasserzeichen.
Haltungsratgeber
Kanarienvögel und Finken: Ratgeber zu Haltung, Futter und Zucht
Haltung von Kanarienvögeln, Zebrafinken, Gouldamadinen und anderen Finken: Ernährung, Flugkäfig, Gesundheit, Gesang und Zucht – alles im Überblick.
Ratgeber lesen →Digitale Editionen
HD-Digitalkunstpaket — Graunackenschwärzling
Digitaler Download: 12 hochauflösende Illustrationen des Graunackenschwärzling (Nigrita canicapillus), druckfertig. Es handelt sich um eine Datei; es ist kein Tier und kein physisches Produkt enthalten.
KI-Avatar — Graunackenschwärzling
Erzeugen Sie einen Avatar, der Ihr Gesicht mit dem Graunackenschwärzling (Nigrita canicapillus) verschmilzt. Digitale Lieferung in 8K, ohne Wasserzeichen. Digitales Produkt; es werden keine Tiere verkauft oder vermittelt.
Sofortiger Download. Es werden keine lebenden Vögel verkauft.
Häufige Fragen
- Ist Nigrita canicapillus (Graunackenschwärzling) vom Aussterben bedroht?
- Die Rote Liste der IUCN führt Nigrita canicapillus, im Deutschen Graunackenschwärzling genannt, in der Kategorie „Nicht gefährdet“. „Nicht gefährdet“ bedeutet, dass derzeit keine Bedrohung besteht.
- Wo lebt Nigrita canicapillus (Graunackenschwärzling)?
- Nigrita canicapillus (Graunackenschwärzling) kommt in folgenden Regionen vor: Afrika.
- Zu welcher Familie gehört Nigrita canicapillus (Graunackenschwärzling)?
- Nigrita canicapillus (Graunackenschwärzling) gehört zur Familie Estrildidae in der Ordnung Passeriformes.
- Welche Farbe hat Nigrita canicapillus (Graunackenschwärzling)?
- Das Gefieder von Nigrita canicapillus (Graunackenschwärzling) vereint folgende Farben: Grau.
Mehr aus derselben Familie
Rotkopfastrild
Amadina erythrocephala
Der Rotkopfastrild, auch Rotkopfamadine oder Paradiesamadine genannt, ist eine afrikanische Art aus der Familie der Prachtfinken. Es handelt sich um eine Art, deren Sozialverhalten abhängig ist von ihrem Lebensraum. In ausgesprochenen Trockengebieten ist bei Rotkopfastrilden das Geselligkeitsbedürfnis sehr ausgeprägt und erinnert in vielem an australische Prachtfinkarten.
ab 1,99 $
Bandastrild
Amadina fasciata
Die Bandastrild, auch Bandamadine oder Bandfink genannt, ist eine Prachtfinkenart und gehört innerhalb dieser Familie zu den Arten, die ihr Verbreitungsgebiet in Afrika haben. Sie kommt von Senegal bis ins östliche Äthiopien und Somalia, sowie südlich bis ins nördliche Mosambik, Simbabwe und Botswana vor.
ab 1,99 $
Tüpfelastrild
Amandava amandava
Der Tüpfelastrild, auch Tigerastrild oder Tigerfink, ist eine Art aus der Familie der Prachtfinken. Er ist im Südosten Asiens beheimatet, kommt aber als Gefangenschaftsflüchtling in vielen Teilen der Welt vor.
ab 1,99 $
Olivastrild
Amandava formosa
Der Olivastrild, auch Olivgrüner Astrild, Schönfink oder Grüner Tigerfink genannt, ist eine asiatische Art aus der Familie der Prachtfinken. Sie ist im westlichen Teil Indiens beheimatet. Es werden keine Unterarten für diese Art unterschieden.
ab 1,99 $