Hellschnabelarassari

Pteroglossus erythropygius

Avilumen-Redaktion ·

Hellschnabelarassari
Foto: Steven Carlton · CC BY 2.0

Der Hellschnabelarassari ist eine Vogelart aus der Familie der Tukane, die in Ecuador westlich der Anden und in der Region Tumbes im nordwestlichen Peru vorkommt.

Der Hellschnabelarassari (Pteroglossus erythropygius) ist eine Vogelart aus der Familie der Tukane, die in Ecuador westlich der Anden und in der Region Tumbes im nordwestlichen Peru vorkommt.

Merkmale

Wie fast alle Schwarzarassaris ist der Hellschnabelarassari sehr bunt gefärbt und besitzt den für Tukane typischen übergroßen Schnabel. Der Kopf und die Kehle sind schwarz, der obere Rücken und die Flügeldecken sind dunkelgrün bis schwärzlich, der untere Rücken ist rot. Brust und Bauch sind gelb. Der Schwanz ist dunkelgrün. Der Schnabel ist weißlich-gelb und nur an der Spitze und entlang der Schnabelspalte schwärzlich. Der Ring unbefiederter Haut rund um die Augen ist schwarz.

Lebensraum und Lebensweise

Der Hellschnabelarassari lebt in immergrünen Tieflandwälder und an Waldränder, in weit entwickelten Sekundärwäldern und Plantagen. In Ecuador kommt er regional bis in Höhen von 1500 Metern über dem Meeresspiegel vor, meist jedoch unterhalb von 1100 Metern oder in Süden von Ecuador nur bis 800 Meter. Er ernährt sich vor allem von Früchten, außerdem werden große Insekten und kleine Wirbeltiere, Eier und Nestlinge anderer Vögel gefressen. Die meisten Früchte sind beim Verzehr reif und von grüner oder burgunderroter Farbe. Hellschnabelarassari leben typischerweise in Gruppen von 6 bis 15 Tieren und vergesellschaften sich manchmal mit größeren Tukanen wie dem Goldkehltukan (Ramphastos ambiguus) und dem Küstentukan (Ramphastos brevis). Sie bewohnen Baumhöhlen, die von großen Spechtarten angelegt wurden. Die Brutzeit ist im Dezember. Das Gelege besteht aus zwei bis fünf Eiern (normalerweise drei), die einfarbig weiß sind. Beide Geschlechter brüten; die Inkubationszeit beträgt 16 bis 17 Tage. Die Jungen werden mit 43 bis 46 Tagen flügge. Die Nisthöhlen können mindestens zwei Jahre hintereinander wiederverwendet werden.

Systematik

Der Hellschnabelarassari wurde 1841 durch den britischen Ornithologen John Gould unter der Bezeichnung Pteroglossus erythropygius erstmals wissenschaftlich beschrieben. In der ornithologischen Datenbank Birds of the World wird er lediglich als Unterart des vor allem in Mittelamerika vorkommenden Halsbandarassaris (P. torquatus) behandelt. In zahlreichen anderen Onlinequellen und wissenschaftlichen Publikationen hat der Hellschnabelarassari jedoch den Status einer eigenständigen Art. Der Hellschnabelarassari ist die Schwesterart des Chocóarassaris (P. sanguineus), der im westandinen Kolumbien vorkommt. Die von beiden Arten gebildete Klade ist die Schwestergruppe einer vom Halsbandarassari und Feuerschnabelarassari (P. frantzii) gebildeten Klade. Hellschnabelarassari und Chocóarassari hybridisieren bei Pichincha in Ecuador.

Die verwandtschaftlichen Beziehungen zeigt das folgende Kladogramm:

Gefährdung

Die IUCN schätzt den Bestand des Hellschnabelarassaris als ungefährdet ein. Mit einer Ausdehnung von mehr als 20.000 km² ist das Verbreitungsgebiet relativ groß und die Population scheint stabil zu sein.

Text übernommen aus Wikipedia · CC BY-SA 4.0

Gefiederfarben

Taxonomie

Ordnung
Piciformes
Gattung
Pteroglossus
Schutzstatus
Nicht gefährdet

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  • Illustration im Stil Tusche: Hellschnabelarassari (Pteroglossus erythropygius)
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  • Illustration im Stil Buntstift: Hellschnabelarassari (Pteroglossus erythropygius)
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Illustrationen nach dem Foto von Steven Carlton (CC BY 2.0), Wikimedia Commons.

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Häufige Fragen

Ist Pteroglossus erythropygius (Hellschnabelarassari) vom Aussterben bedroht?
Die Rote Liste der IUCN führt Pteroglossus erythropygius, im Deutschen Hellschnabelarassari genannt, in der Kategorie „Nicht gefährdet“. „Nicht gefährdet“ bedeutet, dass derzeit keine Bedrohung besteht.
Zu welcher Familie gehört Pteroglossus erythropygius (Hellschnabelarassari)?
Pteroglossus erythropygius (Hellschnabelarassari) gehört zur Familie Ramphastidae in der Ordnung Piciformes.
Welche Farbe hat Pteroglossus erythropygius (Hellschnabelarassari)?
Das Gefieder von Pteroglossus erythropygius (Hellschnabelarassari) vereint folgende Farben: Schwarz, Gelb und Rot.

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